Bei welchen Medikamenten sollte man in der Schwangerschaft besonders aufpassen?
Kann man Arzneimittel die man sonst so nimmt, also halt so standard wie Aspirin, Paracetamol und so weiter bedenkenlos nehmen oder besteht die gefahr dem Kind einen gesundheitlichen Schaden zuzufügen?
Ich versuche nach Möglichkeite überhaupt kein Medikament zu nehmen - auch kein Kopfschmerzmittel (Tomapyrin oder Aspirin etc.).
Kann mir nömlich einfach nicht vorstellen, dass es dem Kind nichts macht.
Was meint ihr zum Thema "Medikamente in der Schwangerschaft"?
Bei der Einnahme von Medikamenten während der Schwangerschaft ist zu beachten, dass das ungeborene Kind dadurch mitbehandelt wird. Deshalb sollte darauf geachtet werden, Medikamente nur in Absprache mit einem Arzt einzunehmen und auch nur dann, wenn es nicht zu vermeiden ist. Ob und in wie weit tatsächlich Schädigungen des Embryos (z.B. Fehlbildungen oder Störungen der Entwicklung) durch Medikamenteneinnahme vorkommen, kann nicht mit Sicherheit beurteilt werden weil es dazu kaum eindeutige Nachweise gibt. Einer der wenigen, dafür aber drastischen Auswirkungen einer Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft ist durch den so genannten Contergan-Skandal bekannt geworden.
Grundsätzlich gilt der Zeitraum von der 4. bis zur 10. Schwangerschaftswoche als besonders heikel in Bezug auf eine Medikamenteneinnahme. Zu der Zeit bilden sich die inneren Organe des Fötus, und es wird eine entsprechend höhere Vorsicht angeraten.
Eine Vielzahl von Beschwerden während der Schwangerschaft lassen sich mit pflanzlichen und homöopathischen Medikamenten, sowie mit verteilten kleinen (anstatt einer hohen) Dosierungen konventioneller Arzneien behandeln. Darüber hinaus kann eine Optimierung der Lebensweise verschiedenen Beschwerden vorbeugen. Dazu gehören mehrere kleine über den Tag verteilte Mahlzeiten, ausreichend Bewegung in Form von Spaziergängen, regelmäßige Wechselduschen, eine ausgewogene ballaststoffreiche Ernährung und genügend Flüssigkeitszufuhr. Damit lassen sich häufig leichte Formen von Magen-Darm-Beschwerden, schwangerschaftstypischer Übelkeit usw. auf ein Minimum begrenzen.
Sollten dennoch Medikamente erforderlich sein, so sind diese in jedem Fall ärztlich abzuklären. Insulin beispielsweise gilt als unproblematisch, weil es auf Grund seiner großen Moleküle den Mutterkuchen nicht schädigt. Für die verschiedenen Beschwerden und Erkrankungen während der Schwangerschaft gibt es gezielte ärztliche Empfehlungen, die auf Studien basieren und Auskunft darüber geben, welcher Wirkstoff eines Medikamentes geeignet ist und welcher vermieden werden sollte. Auch bei chronischen Erkrankungen, die bereits vor der Schwangerschaft bestanden und mit einer Medikamenteneinnahme verbunden sind, sollte mit einem Arzt besprochen werden, ob der Wirkstoff des Langzeitmedikamentes für den Fötus unbedenklich ist.