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Probleme mit Elontril

  1. #1
    Sebbel
    Hey also ich nehme seit nem Monat Elontril 150mg jedoch hat mein Arzt die Dosis mit einem Schlag auf 600mg pro Tag erhöht. Als ich ihn frage ob ich sie verteilt über den Tag nehmen soll sagte er "Nein alle auf einmal" Da war ich etwas verduzt aber naja. So 2 Tage ging es gut aber am dritten Tag war es "komisch"- Ich hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen und kann mich eigentlich an nichts richtig erinnern nur, dass ich irgendwann in meinem Zimmer auf dem Boden lag. Mir ging es richtig scheisse... Hab an meinen Kopf gefasst und eine Beule entdeckt..in den Spiegel geschaut und dachte mir "Was zur Hölle? Hat mir jemand eine reingehaun?" Meine Schläfe war extrem angeschwollen ausserdem hab ich ein Bügeleisen ( ) irgendwie kaputt gemacht. Ging gleich am nächsten Tag hin aber es war "nur" die Vertretung.. Die lies gleich die Hirnströme messen und sagte mir ich solle die 600mg über den Tag verteilt nehmen und ausserdem soll ich noch ein CCT machen lassen. Ich hab mich an die Dosierung die sie mir geraten hatte gehalten - aller 6 Stunden 300mg - und es ging auch eine Zeit lang gut bis auf heute. Mir ging es eigentlich ganz gut aber später wurde ich irgendwie müde und von da an kann ich mich an nichts mehr erinnern bin dann auch wieder auf den Boden aufgewacht.. Als ich jemanden anrief fragte er mich "Ob ich betrunken sei oder neben mir stehen würde" da ich anscheinend so gesprochen hab. So war es auch beim ersten mal... Lange Rede kurzer Sinn.. Ist das eine bekannte Nebenwirkung von Elontril ? Gedächtnissverlust oder liegt es einfach nur an der Dosierung (von 150mg sofort auf 600mg)
    Ich würde mich über Antworten sehr freuen!

  2. #2
    Unregistriert
    Hallo, ich habe gerade deinen Text gelesen. du sagst, dass du gedächtnislücken und ne beule am kopf hattest und auch am boden aufgewacht bist. ich denke mal, dass da epileptische Anfälle aufgetreten sein können. elontril erhöht die Krampfbereitschaft des Gehirns dh. es kann schneller zu solchen Anfällen kommen vor allem wenn es im höheren Dosisbereich genommen wird. 300 (2 tabletten) sind glaub recht üblich, aber 600 ist eindeutig ziemlich hoch. ich hoffe, dass du mittlerweile bei deinem arzt warst oder bei nem anderen und der dich gut berät. gerade bei diesem medikament sind ärzte dazu verpflichtet einem mitzuteilen, dass es die krampfbereitschaft erhöhen kann. früher war dieses medikament ja im handel zur rauchentwöhnung. da es unter der behandlung einige todesfälle ua. wegen epilleptischer Anfälle gab, wurde das medikament erst mal verboten. mittlerweile ist es in deutschland zur rauchentwöhnung und für depressionen zugelassen. es wurde festgestellt, dass es erst ab 400 aufwärts eine wesentliche gefahr für epilleptische anfälle gibt.

    ich selbst nehme 300 und mir gehts eigentlich sehr gut. also bei mir ist nix dramatisches passiert, aber das ist halt auch die hälfte deiner dosis...

    wünsch dir, dass sich das alles klärt.

    liebe grüße
    kira

  3. #3
    Unregistriert
    Hallo!
    Man sollte die Dosis niemals so schnell erhöhen...hat dein Arzt das wirklich gemacht???
    Ausserdem steigt die Krampfneigung ab 600mg eklatant.
    Du solltest die Dosis auf alle Fälle wieder senken und höchstens 450mg pro Tag zu dir nehmen!

    ["Die Zulassung von Bupropion als Antidepressivum bestand in den USA seit 1984, wurde jedoch, wegen wiederholten Meldungen von Krampfanfällen, die teilweise tödlich endeten, 1986 zunächst wieder entzogen. Nach darauffolgenden zusätzlichen Studien wurde festgestellt, dass Krampfanfälle eine seltene und dosisabhängige Nebenwirkung sind...

    Bupropion weist einen prokonvulsiven (krampffördernden) Effekt auf. Es kann sowohl Krampfanfälle bei Menschen auslösen, die keine diesbezügliche Vorgeschichte aufweisen, als auch die Krampfschwelle von zu Krämpfen neigenden Menschen senken. Insgesamt sind Krampfanfälle jedoch auch bei diesem Medikament eine seltene und dosisabhängige Nebenwirkung.[30] Die Häufigkeit wird mit 0,1 % im Dosisbereich bis 450 mg angegeben.[17] Erst bei Dosen ab 600 mg/Tag steigt das statistische Risiko für Krampfanfälle plötzlich rasch an."] Bupropion – Wikipedia

    Bitte rede mit deinem Arzt oder such dir gegebenenfalls einen anderen.

    Alles Liebe
    Martina

  4. #4
    Andreas
    Hallo, weiss nicht ob meine verspätete Antwort dir hilft, 600 mg auf einmal ist aber bei Elontril erstaunlich viel, in der Packungsbeilage (hier
    Elontril 150mg/ -300mg Tabletten mit veränderter Wirkstofffreisetzung - Onmeda: Medizin & Gesundheit
    online nachzulesen) steht 150 mg, höchstens aber 300 mg in 24 Stunden...
    Und zwischen den einelnen Dosen soll auch mindestens 24 Stunden liegen...

  5. #5
    Unregistriert
    Also, es gibt doch tatsächlich immer noch Menschen, die ohne den Beipackzettel zu lesen oder ohne sich im Internet zu informieren, einfach eine hohe Dosis Chemie schlucken, weil ein "Herr in Weiß" es sagte. So blauäugig kann man doch heute nicht mehr sein!
    Ich persönlich nehme nie ein Medikamentohne mich ausführlich zu informieren. Dann entscheide ich (in der Regel) es nicht zu nehmen, da ein wirklicher Nutzen selten nachgewiesen ist, dafür aber die Garantie für Nebenwirkungen im Schnitt bei 80% liegt (siehe die Patientenforen zu den einzelnen Medikamenten).
    Also mein Rat: Nie blied auf den Arzt hören, sondern sich selbst schlau machen!
    Gruß Maik

  6. #6
    sera
    deinem arzt geht es noch zu gut du darfst keine 600mg elontril einnehmen ist viel zu viel höckstens 300mg .glaube mir die haben keine ahnung was die mit eiknem machen in medikamente verschreiben sind die gleich dabei . Ich nehme seit sieben jahren medikamenten mir hat auf dauer keins geholfen im gegenteil mehr neben wirkungen als sonst was

  7. #7
    Unregistriert
    Hallo erstmal an alle ich nehme selbst Elontril 300mg pro Tag gleich am Morgen aber obwohl ich die nun auch eine Weile nehme merke ich immer noch keine Besserung, sagt mir mal kann es sein das mein Körper darauf erst gar nicht reagiert

  8. #8
    Unregistriert
    Hi,

    600mg, dann noch so eine Dosissteigerung erscheint mir sehr unverantwortlich. Aber was genau bei Dir vorliegt und welche Nebenerkrankungen Du hast, weiß man hier ja nicht. In der klinischen Praxis kommen auch höhere Dosen vor als auf dem Beipackzettel oder im Internet vermerkt. Internetinformationen sind recht heikel, Nebenwirkungen werden oft hineininterpretiert. Will damit sagen, meist ist der Arzt doch vertrauenswürdiger als Verträglichkeitsberichte von anonymen Internetusern.
    Trotzdem, geh dringend zu einem anderen Arzt und frage ihn nach seiner Meinung. Am Besten in einer Klinikambulanz, nicht Wald & Wiesenpraxis.
    Ich hoffe Du bist bei einem Psychiater oder Neurologen, es gibt auch Hausärzte die mal schnell ein AD rausgeben und eklatante Fehldiagnosen stellen.
    Gute Besserung

  9. #9
    Ingrid
    Hallo Sebbel,

    ich hatte ähnliche Problem. Mein Arzt hat die Dosis von 300 auf 400 mg erhöht. Die Nebenwirkungen traten am nächsten Tag ein, als ich im Zug saß. Es war ganz schrecklich. Ich war verlangsamt, musste jede Handbewegung, jeden Schritt planen, hab sofort alles wieder vergessen, war desorientiert und verwirrt und zum Schluss hab ich auch noch eine Stimme gehört, die mir sagte: "Sie haben Ihr Ziel erreicht". Wenigstens war ich noch so klar, dass ich wusste, das das vom Elontril kam. Das war die beunruhigenste und schlimmste Erfahrung, an die ich mich je erinnern kann.

  10. #10
    Unregistriert
    Ich finde es unverantwortlich 600 mg Elontril zu verordnen und erst recht, das so schnell zu erhöhen. Zugelassen sind momentan nur Dosierungen bis 300 mg, weil alles darüber die Risiken von Krampfanfällen stark erhöht. Früher waren höhere Dosierungen üblich, doch aufgrund einiger lebensgefährlicher Krampfanfälle hat man den Gebrauch des Medikaments stark reglementiert.
    Also zu so einem Arzt würde ich nicht gehen wollen, der noch so hohe Dosierungen verordnet und Krampfanfälle riskiert.

    Bitte auch nie die Tabletten halbieren. Sonst wird die Zeitverzögerung in der Wirkmengenabgabe aufgehoben und das Risiko für Krampfanfälle steigt drastisch.

  11. #11
    Unregistriert
    Hallo, vielleicht sollst du das Medikament weg werfen und den Arzt wechseln. Gehe viel in die Natur und beobachte sie, sei mit dir zufrieden und dann brauchst du keine schädliche Chemie. Wie wäre es mit Homöopathie?

  12. #12
    Unregistriert
    Hallo, liebe Mitpatientin von Elontril,
    ich habe dieses Medikament von einer Neurologin verschrieben bekommen mit der Auflage, täglich 150 mg und nach erneuter Vorsprache in 2 Wochen 300 mg einzunehmen. Nachdem ich den Beipackzettel gelesen hatte, habe ich die Packung zunächst beiseite gelegt. Das waren mir doch zuviele Nebenwirkungen.
    Nach den vorausgegangenen Berichten in diesem Forum, werde ich morgen mit der Einnahme beginnen und versuchen, wie mir das Medikament bekommt. Mein eigentliches Problem ist die Krankheit Restless legs, die mich ganz schön dazwischen hat. Mit dieser Krankheit neigt man auch zu Depressionen und dafür kommt nun Elontril ins Spiel. Dieses Medikament soll sich nach Aussage meiner Neurologin auch positiv auf Restless legs auswirken.
    Ich melde mich mit den nun zu machenden Erfahrungen wiederund berichte.
    Eine Dosis von 600 mg kann m.E. nur ein Versehen sein oder ein großes Stück Dummheit!!
    Liebe Grüße - Margarete von Anhalt.

  13. #13
    malin87c
    Magarethe, ich bin sehr gespannt und würde mich freuen, von Deinen Erfahrungen zu lesen. Ich habe Elontril jetzt schon das zweite Mal verschrieben bekommen und habe immer noch Angst, es zu nehmen (!)
    Dass mit den Krampfanfällen hat mich damals sehr beunruhigt.
    Mittlerweile, nachdem Fluexetin nicht mehr richtig wirkt, ziehe ich es in Erwägung.

    Übrigens, es gibt Menschen wie ich die haben tatsächlich einen "Hirnschaden". Mich regt so was immer auf, wenn ich lese, man soll einfach in die Natur gehen... HALLO? Wie plump banalisierend kann man sein?
    Ich habe jahrelang Homöopathie ausprobiert und bin auch wirklich davon überzeugt, wer aber zu schweren Depressionen neigt und wirklich psychisch krnak ist, dem mag es aber vielleicht alleine nicht helfen.
    Ich habe immer wieder dafür gekämpft ohne Chemiekeulen zu leben, ohne Tabletten bin ich jedoch nur am Weinen, das ist nur Horror, ständige Todessehnsucht, null Lebensqualität. Jeder kann sich freuen, der diesen Scheiß nicht miterleben muss, man sollte sich nicht anmaßen anderer Menschen Krankheiten ins Lächerliche zu ziehen....

  14. #14
    Unregistriert
    ich will ja niemand vor den kopf stoßen, aber zu dem kommentar mit dem tipp in die natur zu gehen, muss man einfach was sagen/schreiben.
    das sind echt überragende vorschläge? wieso hat mir das bis jetzt niemand gesagt? ich hab heute meine medikamente weggeschmießen und bin in die natur gegangen. und was soll ich sagen, mir ging´s schlagartig gut, keine suizidgedanken mehr, ich konnte wieder arbeiten und genieße jetzt mein leben. und dabei war ich nur draußen, beobachtet hab ich die natur noch garnicht. lass ich aber auch besser, denn das würde wohl umgehend eine manie aulösen.
    vielleicht haben Sie sich ja im forum vertan und wollten eigentlich ins "was mach ich bei minimalen stimmungsschwankungen"-forum.
    bitte einfach hier nichts mehr schreiben!

  15. #15
    Jaxell
    Ich nehme Elontril seit Anfang Februar diesen Jahres. Die ersten 3 Monate 150 mg, danach 300 mg und ich hab bisher keinerlei Nebenwirkungen.

    Für mich ist das Elontril (NDRI) z.Zt. das Beste, da ich SSRI überhaupt nicht vertrage. Ich hatte mehrere Medis ausprobiert in Absprache mit meinem Psychiater, aber alle hatten zu heftige Nebenwirkungen.

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