Alkohol-Entzugserscheinungen lindern?
-
Baclofen -
Rainer,
der Mann ist Alkoholiker der es nach seiner Ansicht geschafft hat mit Hilfe seiner Selbstexperimente davon weggekommen zu sein. Wovon noch lange nicht alle anderen Menschen überzeugt sind. Es soll Leute geben die ihn für einen Scharlatan halten. Nicht zu vergessen: Selbstmedikamention ist für Suchtkranke Menschen die sich nicht so kontrollieren können wie gesunde Menschen absolut gefährlich. Zumal die Studien zu dem Medikament noch nicht wirklich aussagekräftig sind. Wovon man öfter mal hört:
"Als ich auf (für mich) hoher Dosis war hatte ich auch so eine depressive Phase, hatte überhaupt keine Freude mehr an gar nichts (nicht mal daran, dass ich nichts mehr trinke, obwohl das ja mein größter Wunsch bzw. das erstrebte Ziel war). Da Baclofen ein Antidepressiva ist, wir aber keine Depression hatten, kann es bei uns dann wohl leider diese Stimmung hervorrufen."
Jedes Medikament wirkt bei jedem Menschen anders und nicht immer positiv. Wobei auch zu berücksichtigen ist das die Rückfallquote ohne qualifizierten Entzug sehr hoch ist. Es gibt Menschen die schaffen es von einer Sucht relativ roblemlos wegzukommen und danach clean zu bleiben, das sind ein bestimmter Prozentsatz von 100, kann man bei Rauchern sehr gut beobachten und es gibt Menschen die keine Chance haben ohne Hilfe und fachlicher Unterstützung weiterzukommen. Das könnte mit dem Andocken verschiedener Rezeptoren zu tun haben, irgendwann wird man das genau wissen. Aber es gibt keine Allheilmittel für Süchte, schon gar keine ohne Nebenwirkungen.
Beachte, das steht vom Doc geschrieben:
In den Jahren seit der Veröffentlichung dieses Artikels ist es einer stetig wachsenden Anzahl von Patienten, die unter ärztlicher Aufsicht und unter Berücksichtigung seines Behandlungsprotokolls Baclofen eingenommen haben, gelungen, sich vollständig von ihrer Sucht zu befreien.
DIE UNTER ÄRZTLICHER AUFSICHT... und das ist der Punkt. Zudem ist da nur die Rede von gerade mal 100 Personen. Das ist nicht wirklich Aussagekräftig, wobei man nicht weiss nach welchen Kriterien sie ausgesucht wurden und wie lange danach sie beobachtet wurden. Ob jemand Rückfällig wurde kann man nach meiner Ansicht frühestens 2 Jahre nach Abschluß einer Maßnahme überhaupt beurteilen und müsste das dann über einen langen Zeitraum beobachten ob es wirklich von Dauer ist.
Zudem das Medikament nicht ohne ist, es kann scheinbar selber eine Abhängigkeit verursachen:
"Nach mehrmonatiger Behandlung kann ein plötzliches Therapie-Ende Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, Aufregung, Wahnvorstellungen, Krampfanfälle, epileptische Anfälle und einen Anstieg der Körpertemperatur zur Folge haben."
Merkwürdigerweise werden die Nebenwirkungen verharmlosst und verniedlicht in den Veröffentlichungen. Es gibst da zum Beispiel:
"Sehr häufige :Schläfrigkeit, Abstumpfung (vor allem zu Beginn der Behandlung), Übelkeit."
"Häufige Nebenwirkungen:
Depressionen, Aufgedrehtheit (Euphorie), Wahnvorstellung, Albträume, Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Patienten), Müdigkeit, Benommenheit, Willensschwächung, Zittern, Gangunsicherheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Ermüdung, Atemstörungen, Augenzittern, Störungen des Scharfsehens, Sehstörungen, Herzklopfen, Herzleistungsverminderung, niedriger Blutdruck, Würgen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall, Verstopfung, Magen-Darm-Störungen, Brechreiz, Blasenentleerungsstörungen (häufiges Wasserlassen, Bettnässen, Harnzwang), Hautausschlag, Schwitzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen."
"Seltene Nebenwirkungen:
Aufregung, nervliche Missempfindungen, Geschmacksstörungen,
Bauchschmerzen, Harnverhaltung, Leberfunktionsstörungen, Sprechstörungen, Erektionsstörungen."
Im Prinzip tauscht man das eine Übel gegen das andere aus. Suchtkranke Menschen die eine Einnahme ohne ärztliche Kontrolle durchführen haben oft nicht die Selbstkontrolle wann man "genug" hat. In den Jahren der Mißbräuche verlernt man das auch. Da ist das Risiko hoch, das auch die Einnahme irgendwelcher Tabletten übertrieben wird und im schlimmsten Fall eine Doppelabhängigkeit daraus resultiert.
-
Warnmeldung von der Netzwelt für den Andalusien Shop. Zitat:
Ich habe über Internet Zigaretten bestellt (bitte zu der Ware keine Kommentare), den Betrag von 204,50 € incl. Versand im Voraus auf ein Konto in Österreich überwiesen.
Auf Nachfrage, ob die Zahlung eingegangen sei und wann die Ware versandt würde, erhielt ich zunächst keine Antwort. Über die im Internet angegebene Handynummer war niemand zu erreichen. Meine Drohung, Strafanzeige zu erstatten, wurde mit einer frechen e-Mail beantwortet. Man wolle mir das Geld zurücküberweisen, weil ich als Kunde ihrer nicht würdig sei...
Natürlich ist kein Geld eingegangen, und ich werde Morgen tatsächlich Strafanzeige erstatten.
Ich möchte jeden vor diesem Shop warnen, der auch Schinken, Wein und Öl anbietet. Sitz ist C/Bikini, 14 in Almunécar/Granada.
Im übrigen:
"Baclofen ist nicht rezeptfrei. Spanische Apotheker nehmen es mit der Rezeptpflicht nur nicht so genau. Einfach mal auf die Packung gucken, dort steht: Con receta médica und das heißt auf deutsch REZEPTPFLICHTIG. "
In der Apotheke mit Rezet bekommt man 100 für 2.5€, nur zur Info...
-
Baclofen ist in Europa verschreibungspflichtig und zurecht kein frei verkäufliches Medikament.
Der Shop den du nennst ist im Ausland und exportiert verbotenerweise nach Deutschland. Baclofen macht süchtig, viele bleiben nach Absetzen des Alkohols an den Tabletten hängen. Zudem ist das Medikament nicht ungefährlich, es hat häufige Nebenwirkungen wie:
Depressionen, Aufgedrehtheit (Euphorie), Wahnvorstellung, Albträume, Verwirrtheit (insbesondere bei älteren Patienten), Müdigkeit, Benommenheit, Willensschwächung, Zittern, Gangunsicherheit, Kopfschmerzen, Schwindel, Schlafstörungen, Ermüdung, Atemstörungen, Augenzittern, Störungen des Scharfsehens, Sehstörungen, Herzklopfen, Herzleistungsverminderung, niedriger Blutdruck, Würgen, Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall, Verstopfung, Magen-Darm-Störungen, Brechreiz, Blasenentleerungsstörungen (häufiges Wasserlassen, Bettnässen, Harnzwang), Hautausschlag, Schwitzen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen.
Durch plötzliches Absetzen des Medikaments kann es zu Konzentrationsstörungen, Verwirrtheit, Aufregung, Wahnvorstellungen, Krampfanfälle, epileptische Anfälle kommen.
Ein Entzug sollte immer durch einen fachlich versierten Arzt durchgeführt werden.
-

Zitat von
Unregistriert
Hallo Rainer,
Wenn ein Alkoholkranker mit tödlicher Leberzirrhose zum Arzt geht und nach Baclofen verlangt, weil keine andere Behandlung ihm geholfen hat - ist es dann richtig zu sagen: Ich lehne das ab, so lange es keine Studie gibt? Der Patient könnte den Arzt verklagen. Es gibt keinen medizinischen Grund, einem verzweifelten Patienten eine Arznei zu verweigern, die harmlos ist, und von der Neurologen 300 Milligramm täglich verschreiben. Außerdem: Jedermann benutzt Aspirin gegen Kopfschmerz. Meines Wissens gab es nie eine klinische Studie dazu. Trotzdem benutzt man es. Zum medizinischen Handwerk gehört es schließlich auch, gesunden Menschenverstand einzusetzen.
Aber Sie wissen natürlich: Wenn ein Arzt Baclofen verschreibt, ohne dass es zugelassen ist, und dem Patienten passiert etwas, kann er auch verklagt werden.
Baclofen ist ja zugelassen - als Standard-Arznei gegen Muskelkrämpfe. Wenn ein Arzt überzeugt ist, dass ein zugelassenes Medikament auch gegen ein anderes Krankheitsbild hilft, kann er es jederzeit verschreiben. In den USA werden 25 Prozent der Arzneien auf diese Art - off-label -verschrieben, in der Psychiatrie sogar 60 Prozent. Das ist Routine. Als Arzt sollte man verschreiben, was im besten Sinne des Patienten ist.
Aber wer kann sagen, ob Baclofen wirklich sicher ist?
Baclofen gilt als sehr sicher. Schließlich ist es seit vier Jahrzehnten auf dem Markt. Es ist sicherer als Aspirin. Es gibt Patienten, die erfolglos versuchten, sich mit Baclofen umzubringen, mit 2,5 Gramm - ein Vielfaches der Dosis von bis zu 400 Milligramm täglich, die man als Abhängiger nimmt. Wenn man das gleiche mit Paracetamol oder Aspirin versuchen würde wäre man tot.
Ich selbst benutze Baclofen mit nur 2x 25 mg Täglich und es geht mir sehr gut dabei mit keinerlei
Nebenwirkungen.
In diesem Sinne
-
Also sind sie süchtig und benötigen andere Medikamente um mit der einen Sucht klarzukommen, doppelabhängig geworden also soweit ich das verstehe? Sie haben mein Mitleid. Aus Erfahrungen weiß ich das Süchtige Menschen oft keinen vernünftigen Gedanken nachgehen möchten. Es gibt auch viele die eher ihr Leben riskieren als zu ihrer Sucht zu stehen.
Warum ein Arzt das nicht verschreiben sollte? Ganz einfach. Der Arzt ist verpflichtet zu helfen. Aus Studien weiss man das die meisten "Selbstversuche" aus dem Abhängigkeitskreislauf ohne proffessionelle Hilfe zum Scheitern verurteilt sind.
Wenn - in ihrem Beispiel - ein Mann mit von ihnen als völlig überzogenes Beispiel "mit tödlicher Leberzirrhose" zum Arzt geht wird der Arzt ihm mit ziemlicher Sicherheit keine Hilfe verwehren sondern das Richtige tun und ihm einen Klinikaufenthalt btw. eine Einweisung verschreiben bevor der Mann irgendwo jämmerlich und vielleicht auch noch alleine ohne jegliche Hilfe und Kontrolle verstirbt... Ein verantwortungsbewußter Arzt wird dem Mann mit ziemlicher Sicherheit kein Medikament verschreiben und die Verantwortung dafür übernehmen... Die Angehörigen des Mannes könnten den Arzt dann verklagen...
Haben sie jemals einen Menschen in kaltem Entzug oder kollabierend im Entzug gesehen.? Ich musste mir das leider schon mehrmals anschaun, es ist ein schlimmes und jämmerliches Bild wie ein Mensch ohne Kontrolle über seinen Körper oder Geist - ohne Chance selber noch etwas tun zu können - zuckend und krampfend am Boden liegt, sich selbst unkontrolliert verletzt und wenn dann keine Hilfe da ist oder zu spät kommt mit den Folgen klarkommen muss. Es kann tötlich enden. Genauso kann das passieren wenn das Medikament seine Wirkung nicht entfaltet, nicht richtig anschlägt etc. Jeder Mensch ist ein Individium. Deshalb kann es gut sein das dieses Medikamt bei einigen Menschen keine rechtzeitige, erfolgreiche Wirkung zeigt.
Ohne weitere Therapie würde ich aus vielen Studien die ich kennengelernt haben behaupten, selbst wenn so ein Entzug gut gehen sollte wird der abhängige Mann oder die Frau mit allergrößter Wahrscheinlich wieder rückfällig.
Ohne eine vernünftige individuelle Therapie ist die Erfolgsquote äußerst gering. Deshalb ist immer eine angezeigt.
-
Also was noch relativ gut ist. Sind aktivkohletabletten aus der Apotheke. Achja bitte KEINE Benzos.
Ähnliche Themen
-
Von Unregistriert im Forum Index
Antworten: 1
Letzter Beitrag: 18.02.2012, 00:00
-
Von Unregistriert im Forum Index
Antworten: 0
Letzter Beitrag: 04.12.2010, 15:09
-
Von Unregistriert im Forum Index
Antworten: 0
Letzter Beitrag: 25.05.2010, 19:51
-
Von johanna77 im Forum Index
Antworten: 0
Letzter Beitrag: 25.05.2010, 19:19
-
Antworten: 0
Letzter Beitrag: 24.06.2009, 17:26
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Ja
- Themen beantworten: Ja
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln