Einen wunderschönen guten Tag,

ich fang am besten mal von ganz vorne an und entschuldige mich im Vorraus für den großen Text. Ich geh gerne ins Detail. ;-)

Und zwar wurde mir vor über einer Woche am Sonntag den 28. Februar 2010 auf dem Weg nach Hause von zwei "zugedröhnten" und alkoholisierten Typen in der Bahn die Nase gebrochen. Was die beiden genau für ein Problem hatten weiß ich leider bis heute nicht aber anscheinend waren sie nicht mehr sonderlich zurechnungsfähig, wenn sie der Meinung waren mir absolut grundlos "die Fresse zu polieren". Wie auch immer...

Direkt nach dem Vorfall, nachdem ich meine Benommenheit überwunden und sich mein unaufhörlich blutender Riechkolben beruhigt hatte habe ich mich auf den Weg zur Notaufnahme gemacht, um meine Verletzung schnellstmöglich behandeln zu lassen. Dort angekommen habe ich wie gewohnt meine 10€ Praxisgebühr dagelassen und bin dann auch direkt zum Röngten, wo man feststellte das meine Nase gebrochen ist. Daraufhin bekam ich erst eine Überweisung zu meinem Hausarzt und danach nochmal eine zu einem HNO-Arzt der mir den Bruch dann anhand meines bereits gut ausgebildeten Brillenhämatoms bestätigen konnte. Er verschrieb mir mildes Nasenspray und etwas Bettruhe.

Jetzt, über eine Woche danach ist die Schwellung eigentlich bereits restlos verschwunden und auch vom Hämatom ist kaum noch etwas zu sehen. Allerdings ist zu erkennen, das die Typen mir anscheinend das Nasenbein in die rechte Gesichtshälfte geboxt haben. Auf der linken Seite steht ein wenig vom Nasenbein heraus, ein zusätzlicher "Höcker" schückt jetzt das ganze und wie schon gesagt ist die untere Hälfte des Nasenbeins nach rechts verschoben, was auch sehr deutlich wird, wenn man mit den Fingern entlangfährt.

Heute hatte ich dann nochmal einen Termin beim HNO-Arzt zur Begutachtung und habe ihn auch direkt darauf angesprochen, das mein Nasenbein anscheinend nicht mehr seine ursprüngliche Position hat und meine Nase dadurch etwas schief ist. Und jetzt der Hammer: Ohne, das sie auch nur einmal meine Nase abgetastet hat um festzustellen, was genau ich denn meine, hat sie mich (meiner Meinung nach) als "paranoid" abgestempelt. Sie meinte es währe Einbildung und meine Nase sei grade, obwohl es ziemlich eindeutig gewesen wäre, sobald sie einfach mal ihre ärztlich geschulten Hände benutzt hätte, um meine Nase abzutasten. Stattdessen hielt sie es für nötig mich auf andere Bereiche meines Gesichts aufmerksam zu machen und mich mit der Frage zu konfrontieren, warum ich diese denn nicht schon längst mittels Schönheits-OP's ausgemerzt hätte. Um das ganze nochmal zu betonen: Ich habe ursprünglich nur zu ihr gesagt, das ich meine Nase aufgrund der zu fühlenden Fehlstellung gerne richten lassen würde aber sie hat nur versucht es mir auszureden. Außerdem habe ich immernoch ein taubheitsgefühl in der Nasenspitze und keinen sonderlich ausgeprägten Geruchssinn. Trotz all der Befunde hat sie mir weiterhin nur das Nasenspray und eine weitere Woche Bettruhe verschrieben.

Jetzt meine Frage: Wie kann es sein, das mir meine HNO-Ärztin, bei der ich jetzt erst das zweite mal war, weis machen will, das ich nicht wüsste mit welcher Nase ich 20 Jahre meines Lebens herumgerannt bin, ohne sie sich überhaupt richtig angeschaut zu haben. Nicht einmal die Röngtenbilder aus der Notaufnahme liegen ihr vor und trotzdem scheint sie sich sicher zu sein, das mein Nasenbein grade sei.

Ich mein, muss ich mir meine Nase jetzt selber richten oder wie sieht das aus?

Ich war eigentlich immer recht stolz auf meine Nase und seit einer Woche depremiert mich jeder einzelne Blick in den Spiegel. Oder bin ich wirklich "paranoid"???

Mit freundlichen Grüßen,
Jay