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Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)

  1. #1
    Joc
    Hallo liebe Fersenbeinfraktur Leidensgenossen
    Nach einem Sturz von einer Leiter erlitt ich (Rentner, 64 Jahre, 78 kg, 178 cm, Nichtr., kein Diab., sportl. aktiv) am 21. Juli 2010 einen (geschlossene Reposition) Fersenbeinbruch (rechter Fuß, Calcaneus Trümmerfraktur 4 Teile, Joint Depression Type,keine Gelenkbeteiligung) , Titanplatte und 8 Schrauben (Osteosynthese ohne Verwendung von Knochenzusatzmaterial)).
    Habe zu Hause unmittelbar nach dem Unfall mit Eisauflagen begonnen,daher kaum Anschwellung am Fuß. Am gleichen Tag erhielt ich noch einen Beingips. Ergänzend am nächsten Tag CT. CT zeigte das Ausmaß des Trümmerbruchs. Dann Warten auf einen OP-Termin .
    Operation erfolgte am 29. Juli 2010. Hatte unmittelbar nach der OP erhebliche Schmerzen, dadurch mehrstündiger Aufenthalt in der Intensivstation. Es wurde vergessen (trotz Ankündigung durch Anätysist) einen Schmerzkath¬¬eder am Bein zu setzen. Hinweis: Unfallkliniken haben bei dieser Art von Fraktion normalerweise die besten Erfahrungen und somit auch die besseren Operateure.
    Am 1. Tag nach der OP sollte ich das Laufen auf Gehhilfen üben. In Begleitung eines Physiotherapeuten ging es 20 Minuten im Flur hin und her sowie treppauf und treppab. War für mich kein Problem, denn ich hatte ja schon die Möglichkeit zu Hause vor der OP ausreichend zu üben. Am nächsten Morgen zeigte sich eine ausgedehnte Spannungsblase (5cm lang, 1cm breit sowie 1cm hoch) am Fuß. Ab sofort war nur noch Liegen durch die ärztliche Visite angeordnet. Kein Verlassen des Bettes außer zur Toilette. Mein Wunsch an die ärztliche Visite nach Lympgdrainagen wurde abgelehnt (Begründung: Gewebswasseransammlungen infolge der OP am Fuß werden über die Venen abgebaut. Darüberhinaus erhalte ich ja abschwellende Tabletten (Lasix). Richtig ist: Gewebsansammlungen im Fuß werden zu 20% über die Venen und zu 80% über die Lymphe abgebaut (Aussage meiner Physiotherapeutin (Hausbesuch)). Die Spannungsblase wurde in der Uni- Unfallchirurgie 2 x punktiert.
    Am 6. August Entlassung aus der Uni-Unfallchirurgie mit dem Hinweis, dass mit einer ansteigender Fußbelastung in physiotherapeutischer Behandlung in etwa 8 Wochen nach OP begonnen werden kann (24. September 2010). Weiterbehandlung bei einem ortsansässigen Orthopäden. Eine weitere Empfehlung der Uni-Klinik war nach etwa 1 Woche den Fuß 3-4xtäglich kalt abzuduschen. Dieser Empfehlung komme ich bis heute nach. Die 3 minütige Kaltwasserdusche ist sehr angenehm insbesondere kühlend für den Fuß.
    Erhalte seit der Krankenhausentlassung manuelle Lymphdrainage (Hausbesuch, Fußschwellung geht täglich zurück) und seit dem 8. September Krankengymnastik zwecks Fußmobilisierung (Anordnung des Orthopäden).
    Ich habe in der Nacht 1-2 Schmerztabletten (Novalmin) bis 24. August genommen. Die stechenden Schmerzen in der Ferse (Wundheilung und Nervenschmerzen) konnten aber auch damit nicht wirklich bekämpft werden. Das dauert nämlich so seine Zeit, bis diese wirklich abklingen (5-6 Wochen). Muß man mehr oder minder wohl aushalten. Tagsüber durch Ablenkung auch nicht das Problem. Nur in der Nacht ist es wirklich störend. Immer wieder Fahrradfahren mit den Beinen in der Luft und Bewegung der Zehen (halbstündlich) hilft insbesonders in der Nacht.
    Seit der OP verwende ich immer parallel zu den Pharmatabletten homöopathische Mittel (Globuli) wie Arnika, Symphytum, Calcium Carbonicum und Ruta sowie Sulfur ab 8. September. Inwiefern diese Mittel die Heilung positiv beeinflußt haben, vermag ich leider nicht zu sagen. Von Homöopathen wird jedoch empfohlen trotz der Pharmamedikamente die homöopathischen Mittel parallel einzusetzen.
    Übrigens weder in der Unfallklinik noch zu Hause habe ich nachts einen Trombosestrumpf oder eine Trombosebinde angewendet (Druckschmerzen waren für mich zu groß, womöglich durch die Nekrose. Wichtig jedoch: Bein im Bett immer in Hochlage). Niedermolekulares Heparin ((Clexane 40mg wegen Tromboserisik) habe ich 5,5 Wochen nach der OP auf Anraten des Orthopäden und des Hausarztes abgesetzt. Begründung: ich habe mehr Bewegung am Tage, immer wieder (halbstündlich) kurzzeitig mit Gehhilfen herumlaufen und nach 5 Wochen Benutzung des häuslich vorhandenen Ergometers mit 50 – 90 W Leistung (allmähliche Laststeigerung) für eine Dauer von 5-10 Min. 3-4 x am Tag. Wichtig: keine Fersenbelastung nur Belastung auf den Fußballen. Für den Kreislauf und die Fußmobilisierung bringt das wirklich viel. Uniklinik gab mir die Heparinspritzen für die Dauer von mehr als 8 Wochen zur Anwendung (60 St.).
    Bereits in der Uni-Unfallklinik hat sich eine Wundrandnekrose entlang der Narbe gebildet (7 cm lang und 1 cm breit). Diese ist jedoch absolut trocken. Wird jetzt vom Hausarzt mit einem durchsichtigem GEL über 3 Tage aufgeweicht (Verband) und abgelöst. Anschliessend soll mit einem Gel-Heilpflaster (bleibt dann etwa 1 Woche drauf) weiterbehandelt werden. Den Vorschlag des behandelnden Orthopäden, den Fuß 15 Min. in warmen Wasser zu Hause baden, damit die Nekrose sich ablöst, sind wir nicht nachgekommen. Hier habe ich mich bei meinem Hausarzt beraten lassen und ich denke, sein Vorschlag ist in meinem Fall die bessere Anwendung alllerdings wie ich erfahren habe ist diese Behandlungsart auch teuer und wird von manchen Ärzten daher nicht angewendet. Nur die Wundheilung soll bei dieser Methode sehr gut sein.
    Um den Heilungsverlauf dokumentieren zu können habe ich täglich bis dato digitale Fotos von der Wundheilung der Ferse aufgenommen. Übrigens das Fersenbein wurde nach Angaben der Ärzte (Klinikum als auch Orthopäde) perfekt wieder hergestellt. Der Operateur hat mir von einer Metallentfernung zu einem späteren Zeitpunkt wegen der erneuten OP-Wunde abgeraten.
    Ich melde mich wieder mit dem weiteren Verlauf meiner Genesung.

  2. #2
    ad.integrum
    Hallo!

    Das hört sich leider nach einem recht langwierigen Heilungsverlauf an....
    dannoch lassen die neuesten Entwicklungen ja doch eine baldige endgültige Heilung erwarten.

    Ich wünsche dir alles Gute und eine baldmögliche endgültige Genesung!

    Danke für deinen Beitrag - ich denke, er wird vielen Menschen mit ähnlichen Verletzungen und
    daraus resultierenden Problemen Mut machen und wichtige Informationen geben!

    LG

  3. #3
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes:24.Sep.2010
    Ich habe gestern grünes Licht vom behandelnden Orthopäden zur Anfangstteilbelastung des rechten Fußes von 10-20 kg erhalten. In Abhängigkeit von dem Erfolg mit meinem jetzt beginnenden Gehtraining glaubt der Orthopäde, dass ich möglicherweise schon in 2 Wochen (d.h. 10Wochen nach OP) volle Belastung auf die Ferse geben kann.
    Seit etwa einer Wochen absolviere ich täglich 3 x 25 Minuten auf meinem Ergometer. Mittlerwele schaffe ich 3 x 11km bei einer durchschnittlichen Last von etwa 115 Watt (Geschwindigkeit 27 kmh). Dieses Training auf dem Ergometer gibt meinem Fuß wirklich sehr viel Mobilität. Parallel wird der Waden – sowie der Oberschenkelmuskel des rechten Beines sehr gut aufgebaut. Auch meine Fitness ist wesentlich besser geworden. Zudem erhalte ich 2x wöchentlich Krankengymnastik.
    Die Nekrose ist weiterhin trocken,(also nicht bakteriell entzündet) und ist kleiner geworden. Nachdem mehrere verschiedene Wundauflagen beim Hautarzt angewendet wurden, welche jedoch immer wieder die sensiblen Wundränder angegriffen haben, führte die Anwendung von „LIPIDOKOLLOID-Wundauflage“ erstmalig am 20.Sep. schließlich zum Erfolg. Die Ränder der Nekrose sind nicht mehr Wund und haben die normale Hautfarbe angenommen. Die Nekrose wird alle 2 Tage an den Rändern etwas gelöst, damit Luft an die Wunde herankommt, was die Heilung fördert. Natürlich ist der Fuß immer noch leicht angeschwollen (Gewebswasser und Hämatome).
    Seit dem 23.9.2010 wende ich ergänzend eine Laserdusche an. Diese Laserdusche soll die Wundheilung der Nekrose und das Abschwellen des Fußes beschleunigen.

    Ich melde mich in 2-3 Wochen wieder.

  4. #4
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes: den 13. Oktober 2010
    Ich habe am 7. Oktober vom behandelnden Orthopäden grünes Licht zur Vollbelastungs des rechten Fußes erhalten. In Abhängigkeit von dem Erfolg mit meinem Gehtraining glaubt der Orthopäde, dass ich möglicherweise in 2 Wochen (d.h. 12Wochen nach OP bzw. 21.Oktober) ohne Gehhilfen auskomme.
    In den vergangenen zwei Wochen habe ich täglich 3 x 35 Minuten auf meinem Ergometer Beinmuskelaufbau betrieben, 3 x 17 km bei einer durchschnittlichen Last von etwa 140 Watt (Geschwindigkeit 29 kmh). Weiterhin erhalte ich 2x wöchentlich Krankengymnastik ( Fußmobilisation und Gehtraining). Ohne dem 5-wöchigen Training auf dem Ergometer hätte ich jetzt sicherlich Konditionsprobleme beim Gehen.
    Die Nekrose ist weiterhin trocken und sehr viel kleiner geworden (5cm x 8mm). Die lederartige ursprüngliche Haut wurde restlos Stück für Stück mit einer Hautzange entfernt, sodass die Wunde ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Vermutlich ist diese bereits in 2-3 Wochen vollständig ausgeheilt und nur noch die geschlossene Narbenhaut sichtbar. Die Anwendung von „LIPIDOKOLLOID-Wundauflage“ war der Schlüssel zum Erfolg. Die Ränder der Nekrose sind weiter abgeflacht und haben die normale Hautfarbe angenommen. Die Nekrose wird jetzt jeden Tag in warmen Wasser 10 Minuten aufgeweicht und die neue Haut ebenfalls von neuen festem Nekrosematerial befreit. Natürlich ist der Fuß immer noch angeschwollen (Gewebswasser und Hämatome unterhalb der Knöchel beidseitig sowie am Fußspann und im Fußsohlenbereich). Leichte Unachtsamkeiten beim Gehen zeigen sich sofort als Schmerz, denn die etwa 30 Fußmuskeln müssen nach der langen Belastungspause erst wieder gedehnt und aufgebaut werden. Bei dem Sturz sind natürlich auch jede Menge Muskelfasern gerissen.
    Ich denke die eingesetzte LASERDUSCHE (täglich 2x20 Minuten) hat die Wundheilung enorm begünstigt. Da ich mit der LASERDUSCHE den ganzen Fuß behandle, wird das Gewebswasser als auch die Hämatome schneller abgebaut.
    Momentan habe ich das Fahren auf dem Ergometer aufgegeben, denn jetzt ist mehr Fußbewegung angesagt. Ich laufe mit Gehhilfen aktuell täglich 5 x1,5 km.

    Ich melde mich in 2-3 Wochen wieder.

  5. #5
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes: den 4.November 2010
    Seit dem 1. November verwende ich nur noch eine der beiden Gehhilfen und laufe etwa ¾ der Strecken ohne Gehhilfe (heute sogar die erste Runde über 1,5 km ohne Gehhilfe). Etwas humpeln ist leider immer noch nicht zu vermeiden. Schmerzen am Fuß resultieren insbesondere durch die immer noch nicht geschlossene Nekrose. Diese hat mittlerweile eine Hautbrücke gebildet und ist wiederum kleiner geworden (3 cm x 9 mm + 10 mm x 10 mm). Bis sich die neue Narbenhaut vollständig neu über die Wunde gebildet hat, dauert halt wohl so seine Zeit.
    Neben der täglichen Anwendung der Laserdusche (2 x 20 min) am betroffenen Bein, verwende ich 2 x täglich auch noch Bromelain – POS 500 F.I.P.-Einheiten Tabletten (magensaftresistent). Diese sollen das Abschwellen der Ödeme beschleunigen. LIPIDOKOLLOID-Wundauflagen werden 2 x täglich erneuert. Zuvor wird der Fuß jedesmal etwa fünf Minuten mit kaltem Wasser abgeduscht.
    Die Ödeme gehen langsam aber stetig zurück. Bis diese sich vollständig zurückgebildet haben werden jedoch wohl noch weitere drei bis vier Monate vergehen.
    Ich erhalte weiterhin Krankenengymnastik und Lymphdrainage.
    Ich melde mich in etwa 6-7 Wochen wieder.

  6. #6
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes:den 17. Dezember 2010
    Ich war jetzt 4 Wochen im Urlaub in Südostasien. Trotz der Flugreise (11 Std. Hinflug sowie 12,5 Std. zurück, natürlich Anwendung von Heparin) und der vielen Besichtigungstouren hat sich die offene Wunde (Nekrose) weiter zurückgebildet (2,6 cm x 7 mm + 4 mm x 4mm). Sie ist weiterhin nicht bakteriell. Ich habe natürlich auf der Reise jede Möglichkeit wahrgenommen den Fuß in Hochlage zu bringen um eine Stauung in den Lymphen möglichst gering zu halten. Die Ödeme sind weiter zurückgegangen. Die Laserdusche wurde im Urlaub nicht angewendet. Ich humpel weiterhin, dieses ist jedoch nur auf die offene Wunde zurückzuführen. Ich komme jedoch mit Unebenheiten z.B. auf dem Gehweg wesentlich besser zurecht. Der Fuß ist belastbarer geworden. Die Wundauflagen wurde wie zuletzt berichtet in gleichem Umfang und Art weitergeführt. Der Empfehlung des behandelnden Orthopäden auch im südchinesischen Meer zu baden (fördert seiner Ansicht nach die Wundheilung) bin ich nicht gefolgt. Im Netz habe ich nämlich gelesen, dass bei Wassertemperaturen >20°C die Infektionsgefahr ansteigt . Auch im Pool habe ich nicht gebadet.
    Ich bin mir sicher: hätte die Nekrose sich nicht gebildet, würde ich heute nicht mehr humpeln und der Fersenbeinbruch wäre vergessen. Ärztliches Versagen haben mir diese verlängerte Krankheitsdauer beschert. Die Wunde heilt langsam zu, leider sehr langsam und ich kann mir mittlerweile vorstellen, dass diese vielleicht erst im Mai oder Juni 2010 bei nicht bakteriellem Verlauf vollständig geschlossen ist.
    Diesem Bericht füge ich jetzt erstmalig Bilder der Nekrose bei (Bild 1 unmittelbar nach der OP 1. August 2010, Bild 2 vom 1. Sept. , Bild 3 vom 1. Oktober, Bild 4 vom 1. November 2010).
    Ich melde mich in etwa 8 Wochen wieder.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild-3.jpg   Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild1.jpg   Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild-4.jpg   Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild-2.jpg  


  7. #7
    Unregistriert
    Hallo,
    ich habe auch eine Fersenbein-Fraktur und beginne wahrscheinlich morgen (=6,5 Wochen nach der OP) mit Teilbelastung. Kann es kaum erwarten. Ich hatte zum Glück keine Schwierigkeiten mit der Wundheilung, meine Narbe verläuft aber anders als bei Ihnen (an der Fußaußenseite ca 10cm lang, vom Hacken in Richtung kleiner Zeh).
    Hatte letzte Woche erstmals einen komplett abgeschwollenen Fuß, lagere aber fast ständig hoch.
    Ich wünsche mir sehr, dass cich bald wieder richtig und ohne Schmerzen laufen kann. Empfinde die Situation als sehr belastend, denn ich habe 2 kleine Kinder und kann hier zuhause praktisch nichts machen.

    Ich freue mich sehr, endlich mal einen "Leidensgenossen" gefunden zu haben. Auch dass Sie von Ihrer Reise berichtet haben - ich fliege im April (dann kanpp 5 Monate nach Bruch und OP) nach Japan.

    Wie geht es Ihnen denn inzwischen?
    Herzliche Grüße, Janette

  8. #8
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes:den 20. Januar 2011
    Nachdem die Wundheilung während unserer Südostasienreise nur langsam vorangegangen ist und die Wunde auch seit Anfang Dezember etwas unangenehm roch, haben wir Ende Dezember nach Alternativen zur schnelleren Heilung und Vermeidung einer anstehenden möglichen bakteriellen Infektion gesucht . Unsere Frage an den Orthopäden wegen des Geruches brachte keine klare Aussage, sondern nur den Hinweis, dass dieser Geruch wohl durch das in der Wunde befindliche Nekrosematerial verursacht wird (ist vielleicht auch so).

    In der MDR Sendung „Hauptsache Gesund“ kam Ende Dezember 2010 ein Bericht über die erfolgreiche Wundheilung mit Honig. Wir haben diese Idee aufgenommen setzen daher neben der Laserdusche (täglich 3 x 10 Minuten) nun seit dem 30.12.2010 „Medizinischen Honig“, 20 Gramm 22,-- € (wirkt laut Packungsbeilage antibakteriell, antiseptisch und fördert zugleich die Wundheilung) und „Barrier Cream“ (diese Creme hat jedoch bei mir eine leichteRrötung auf der Haut verursacht, sodass ich stattdessen Vaseline verwende) beide Produkte von MEDIHONEY ein (Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht, ). Und siehe da, der unangenehme Geruch der Wunde (vielleicht Anaerobierbakterien?) war bereits nach drei Tagen völlig verschwunden und die Heilung der Wunde scheint wesentlich schneller voranzukommen. Vielleicht haben wir mit dieser Entscheidung den Beginn einer bakteriellen Wunde vermieden.

    Von meinem behandelnden Ärzten und auch einer Wundmanagerin haben wir diesen Tipp der Behandlung nicht erhalten, vielleicht weil der angewendete medizinische Honig nicht rezeptpflichtig ist? Angeboten wurden mir jedoch Honigauflagen (sehr teuer und die Krankenkasse übernimmt die Kosten), jedoch bei meiner tiefliegenden Wunde nicht anwendbar. Da ist ein cremiger, medizinischer Honig wirksam, denn dieser verteilt sich direkt auf dem Nakrosematerial der Wunde.
    siehe auch Link im Netz: Honig als Medizin
    Die offene Wunde (Nekrose) hat sich weiter zurückgebildet (aktuell: 2,0 cm x 4 mm), der kleine bisher erwähnt Rest (1mm x 2 mm) hat sich noch nicht verschlossen und sondert immer noch etwas Sekret (Gewebswasser) ab. Dieser Rest ist jedoch unempfindlich gegen Berührung (siehe auch Foto). Die sich immer wieder bildende Hornhaut entlang der Wunde wird mittels elektrischer Pediküre alle 3-4 Tage abgeschliffen. Die Wundränder werden nach jedem Verbandswechsel etwas mit Vaseline benetzt.

    Beim Gehen spüre ich die Wunde natürlich immer noch. Ich habe jetzt jedoch die Hoffnung, dass die Vernarbung in 5-6 Wochen soweit abgeschlossen ist, sodass ich ungehindert auch Halbschuhe statt Sandalen oder wie zur Zeit meine Wanderschuhe verwenden kann.

    Herzliche Grüsse zurück an Janette und auch Ihnen guten Start bei der Belastung und einen erfolgreichen Heilungsverlauf.
    Ich füge diesem Bericht zwei weitere Fotos bei: Bild 5 vom 18. Dez.2010 sowie Bild 6 vom 20. Jan. 2011.

    Ich melde mich in 4 -6 Wochen wieder.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild-5.jpg   Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-bild-6.jpg  

  9. #9
    Unregistriert
    Hallo,
    bei mir liegt die OP inzwischen 9 Wochen zurück, der Unfall 10 Wochen.
    Seit einer Woche kann ich auch wieder voll belasten, ich benutze für draußen noch eine oder beide Gehhilfen und im Haus keine. Es tut jetzt bei mir natürlich auch wieder mehr weh, weil ich ja ganz anders und viel mehr belaste.
    Endlich darf ich auch wieder Auto fahren!!
    Am Wochenende habe den Orkan, der über uns hinweg gefegt ist, auch sehr stark im Fuß gemerkt. Das hätte ich nicht erwartet.
    Seit ich voll belaste, wird der Fuß, vor allem außen unterhalb des Knöchels auch wieder schneller dick. Das ist normal, sagt die Therapeutin. UNd wird noch andauern. :-(

    Haben Sie inzwischen noch Beschwerden beim Gehen? Humpeln Sie noch? Ich merke, dass ich sehr langsam gehen muss und mich sehr konzentrieren muss, um nicht zu humpeln, auch wenn es besser wird. Kann auch wieder gut Treppen steigen. Meine Narbe ist komplett geschlossen und sieht gut aus, tut aber oft noch weh.

    Herzliche Grüße, Janette

  10. #10
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes:den 21. Februar 2011
    Die Wundheilungsstörung ist weiterhin nicht infektiös. Die Wunde hat sich weiter geschlossen (aktuell: 16 mm x 4 mm). Die Wundränder sind nicht mehr gerötet. Der medizinische Honig wird nunmehr nur noch etwa jeden 3. Tag aufgetragen. Die Laserdusche wird täglich zweimal 5 Minuten angewendet. Die Ödeme gehen nur sehr langsam zurück. Ich mache täglich mehrere kurze Spaziergänge (jeweils etwa 1 km) und benutze täglich das Fahrrad und auch das Ergometer. Der Fuß ist dadurch gut beweglich jedoch nicht vergleichbar mit dem gesunden Fuß . Ich habe keine Schmerzen beim Gehen allerdings drückt - wegen der Wunde - immer noch der hintere äußere Schuhrand . Insbesondere nach längerem Sitzen oder nach dem Aufstehen am Morgen dauert es so seine Zeit bis ich weniger humpel. Das Anschwellen des Fußes beim Stehen ist weiterhin vorhanden. Bei meinen kurzen Spaziergängen oder beim Fahrradfahren schwillt der Fuß nicht mehr an. Das Treppensteigen macht schon seit November keine Probleme mehr.
    Herzliche Grüße an Janaette und weiterhin gute Genesung. Ich hoffe, dass ich alle Ihre Fragen beantwortet habe.
    Ich melde mich in etwa 4-6 Wochen wieder.

  11. #11
    Unregistriert
    Hallo,
    ich bin schon über 2 Jahre nach dem Fersenbruch. Wie langdauernd, problematisch und schmerzhaft es ist, muss ich es euch nicht erzählen. Am 30.Okt.2008 brach ich mir meine linke Ferse und leider noch mein Becken dazu. Am 7. Nov. 2008 wurde ich operiert. Ich konnte meinen Fuß sehr lange nicht belasten, auch wegen des Beckens. Nach über 3 Monaten konnte ich ohne Krücke laufen. Die Wunde, in einer Stelle hat sehr lange nicht geheilt. Ich habe ziemlich regelmäßig die Wunde fotografiert.
    Ich habe die Kompressionsstrümpfe erst zu Hause verwendet, nach einem Monat wurde ich nach Hause entlassen.
    Der Fuß ist die ganze Zeit, auch nach dem Aufstehen, ein bisschen angeschwollen. Schmerzen spüre ich jeden Tag, auch wenn ich am Tag wenig gelaufen bin, nach vielen Stunden Laufen ist der Fuß wirklich dick. Morgens oder nach dem ich lage saß dauert es bis ich nicht mehr humple. Ich habe bemerkt, dass der Fuß ein wenig nach Innen geht, die Beweglichkeit ist auch eingeschränkt, die Zehen sind steifer.
    Ich habe an euch ein paar Fragen. Welche Schuhen tragt ihr? Habt ihr auch Einlagen bekommen? Ich wurde nicht so genau informiert, was ich nun unternehmen kann, was ich vermeiden soll. Ich meine, gibt es z.B. irgendwelche Sportarten, die ich nicht mehr ausübern kann? Welche Berufe sind für mich nicht mehr geeignet? Welche Schuhen kann ich tragen und welche nicht?
    Ich stehe nun auch vor der Entscheidung, ob ich meine Platte entfernen soll. Mein D-Arzt, ein Jahr nach dem Unfall meinte, er wurde es nicht tun, da ich eben Probleme mit der Wunde hatte und auch das Gefühl am Fuß ein bisschen taub ist. Vor kurzem war ich in der Klinik, wo mir gesagt wurde, ich kann es machen, wenn ich die Platte spüre, die Bewegung eingeschränkt ist usw. Was würdet ihr mir raten? Ist eurer Fuß auch immer angeschwollen?
    Für eure Antwort bin ich euch sehr dankbar.
    Eine Ausländische Studentin

  12. #12
    Joc
    Liebe Leidensgenossin (Gast),
    Ich trage vorwiegend Sandalen mit leicht erhöhtem Absatz (also keine Spezialschuhe) und natürlich mit Fußbett. Dann geht die Belastung weniger auf die Ferse. Ich habe beim Gehen nur Schmerzen durch die Wundheilungsstörung. Die Zehen sind auch nicht steifer trotz der weiterhin anstehenden Schwellung allerdings nur im beidseitigen Fersenbereich und mein Fuß ist auch nicht taub. Seit etwa vier Wochen wird der Fuß von meiner Gattin manuell mit geringer Kraft kreisend mal rechts mal links herum bewegt. Diese kreisende Bewegung in der Luft mache ich natürlich auch selbst erreiche jedoch nicht den gleichen Kreisumfang bzw. Wirkung wie mit zusätzlicher manueller Kraft. Fakt ist, dass die kreisenden Bewegungen eine enorme Beweglichkeit in den Fuß bringen. Natürlich viel gehen (nicht stehen!!) und Radfahren hilft mir. Wie ich in meinen Bericht erwähnt habe ich eine Wundheilungsstörung, welche jedoch allmählich zurückgeht (siehe auch aktuelles Bild vom 8. März 2011.
    Ob das Entfernen der Platte in Deinem Fall etwas bringt kann ich nicht beurteilen. Ich spüre die Platte bei den kreisenden Bewegungen als auch beim Gehen jedenfalls nicht und habe daher z. Z. auch nicht vor die Platte entfernen zu lassen. Allerdings weiß ich auch nicht, ob sich das nach dem Rückgang der Schwellung am hinteren Fußbereich ändert. Vielleicht kann jedoch eine erfahrene Physiotherapeutin dir da weiterhelfen. Diese Fachkraft sollte herausfinden können, wo noch Blockaden sind und gegen das ständige Anschwellen des Fußes sollten natürlich auch Lymphdrainagen helfen.
    Ich wünsche dir gute Besserung!

    Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-img_1754.jpg


  13. #13
    Unregistriert
    Hallo Ihr lieben Leidensgenossen,
    mein Bruch liegt inzwischen 4 Monate zurück. Es ist bisher alles planmäßig verlaufen, auch meine Narbe ist gut verheilt. Allerdings tut sie nach wie vor oft weh, z.B. wenn mal etwas dagegen stößt oder so.
    Morgens beim Aufstehen tut mir der Fuß am meisten weh, ansonsten wechselt es wirklich von Tag zu Tag. Manchmal merke ich gar nichts mehr, an anderen Tagen schmerzt es bei jedem Schritt.
    Aber ich kann wieder längere Spaziergänge machen (bisher 2 Stunden am Stück), Fahrrad fahren und muss kaum noch humpeln. Nach längerer Belastung wird der Fuß nur noch wenig dicker, die stärkste Schwellung ist dann bei mir um den Knöchel rum.

    Die Beweglichkeit ist jedoch noch etwas eingeschränkt, ich kann den Fuß nur schlecht nach innen drehen, z.B. oder ich traue mich auch noch nicht, mal einfach meinen Kindern hinterher zu laufen. Aber im Großen und Ganzen habe ich immer wieder das Gefühl, dass es sehr langsam in Richtung Normalität zurück geht. Nun freue ich mich, wenn es wärmer wird. Wir wohnen an der Ostsee und ich will im Sand laufen, das soll gut sein. Außerdem tut das Salzwasser der Narbe bestimmt auch noch mal gut.

    Wegen meiner Platte mache ich mir noch keine großen Gedanken, es ist ja bei mir frühestens in einem Jahr dran. Momentan merke ich sie nicht und habe dadurch auch keine Beschwerden. Allerdings gehe ich zum Heilpraktiker und habe auch Homöopathen im Freundeskreis und die sind sich alle einig, dass das Metall wieder raus sollte.

    Ich finde es schön, dass ich euch hier gefunden habe und wir so unsere Erfahrungen austauschen können. Euch beiden auch weiterhin alles Gute, bis zum nächsten Mal!
    Janette

  14. #14
    Joc
    Fortsetzung meines Berichtes:den 22. April 2011
    Hinweis an die Redaktion: Bitte meinen Bericht „Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)“ um den Hinweis „…mit Wundheilungsstörung“ ergänzen, denn ich denke die Informationen der Wundheilungsstörung sind für viele Leser interessant. Danke!


    Die Wundheilungsstörung ist weiterhin nicht infektiös. Die Wunde hat sich weiter geschlossen (aktuell: 8 mm x 1 mm). Der medizinische Honig wird etwa jeden 3. Tag aufgetragen und löst Fibrinrückstände sehr gut auf. Die Laserdusche wird täglich zweimal 5 Minuten angewendet. Die Ödeme gehen weiterhin nur sehr langsam zurück aber sie werden sichtbar geringer. Das Humpeln ist kaum noch sichtbar, bessert sich über den Tag. Das Anschwellen des Fußes beim Stehen ist weiterhin vorhanden. Bei meinen kurzen Spaziergängen (2-3 km) oder beim Fahrradfahren schwillt der Fuß nicht an.
    Wie bereits in meinem Bericht erwähnt bin ich in Begleitung eines Physiotherapeuten etwa 15 h nach der OP auf Anweisung der Visite die Klinikgänge und -treppen auf und ab gelaufen. Am nächsten Morgen waren dann große Spannungsblasen am Fußspann sichtbar und ich erhielt von der Visite die Order nicht mehr aufzustehen, außer zur Toilette. Wie ich von einem Nachbarn erfahren habe wurde bei seiner Fersenbeinfraktur während der OP eine Drainage gelegt, damit das aufkommende Gewebswasser abfließen kann und der Fuß nicht so stark abschwillt. Nach etwa einer Woche (vor der Entlassung aus dem Krankenhaus) wurde seine Drainage gezogen. Bei mir wurde keine Drainage gelegt. Ich denke, das Versäumnis der Verlegung einer Drainage hat wesentlich dazu beigetragen, dass bei mir eine Wundheilungsstörung aufgetreten ist. Im Internet habe ich auch gelesen, dass ein Patient mit Fersenbeinbruch erst etwa nach 6 Tagen aufstehen und herumlaufen sollte. Wie ist es bei Euch gelaufen? Wurde eine Drainage während der OP gesetzt? Wieviele Tage nach der OP durftet ihr aufstehen und mit Gehhilfen herumlaufen?
    Anbei ein aktuelle Foto von der Wunde.
    Ich melde mich in etwa 6 Wochen wieder.
    Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)-22.april-2011.jpg

  15. #15
    Unregistriert
    Hallo,
    meine Fraktur liegt nun fast 6 Monate zurück und ich komme inzwischen gut klar. Ich kann wieder längere Spaziergänge machen und traue mich auch, mal den Kindern hinterher zu rennen. Ich habe mir ein paar neue Schuhe gekauft, denn einige meiner "alten" vermeintlich bequemen passen irgendwie nicht mehr.
    Oberhlab des Knöchels hab ich immer noch eine leichte Schwellung, nur minimal, aber sie ist eigentlich immer da. Die Osteopathin, von der ich alle 6 Wochen behandelt werde, meint, ich hätte ein Abflussproblem und arbeitet daran. Ich hab auch Übungen für zuhause bekommen.
    Ansonsten hab ich kaum noch Beschwerden. Ich humpel fast nie mehr. Längere Spaziergänge merke ich zwar irgendwann und auch die Beweglichkeit ist deutlich eingeschränkt (z.B. das Nach-innen-Drehen des Fußes).

    Heute war ich zur Kontrolle bei der Chrirugin. Sie war zufrieden und hat angeboten, mit Einlagen zu verschreiben, falls ich Probleme beim Laufen habe. Da dies nicht der Fall ist und ich für Einlagen wieder neue Schuhe (eine Nummer größer) bräuchte, habe ich dies erst mal abgelehnt.
    Auf Anraten einer befreundeten Medizinerin und nach Rücksprache mit einer Apothekerin, die ich privat kenne (daher gehe ich davon aus, dass sie mir nicht nur etwas verkaufen wollte) habe ich mir letzte Woche "Narbenreduktionspflaster" von hansaplast gekauft, die ich nun auf der Narbe trage. Nach 3 Wochen soll man eine Verbesserung erkennen, ich bin gespannt.

    Ich hoffe, euch geht es auch weiterhin gut. Wenn ich den Bericht gepostet habe, werde ich auch mal versuchen, ein Foto meiner Narbe zu machen und es hochladen.
    Herzliche Grüße aus dem hohen Norden.
    Janette

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