Absencen bei einer generalisierten Epilepsie

Diskutiere Absencen bei einer generalisierten Epilepsie im Bereich Medizin Forum: Hallo.. Wie im Titel schon steht, habe ich Epilepsie, und zwar seit ich 13 bin. Im September werde ich 17. Der erste Anfall war im März 2008...
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Robert

Hallo..
Wie im Titel schon steht, habe ich Epilepsie, und zwar seit ich 13 bin. Im September werde ich 17.
Der erste Anfall war im März 2008, die Ärzte haben gesagt, dass ein epileptischer Anfall in diesem Alterl nichts großartiges heißen muss.
Einen Monat danach hatte ich den nächsten Anfall, eine Woche im psychiatrischen Krankenhaus und die Diagnose war generalisierte Epilepsie.
Seitdem habe ich Medikamente dagegen, Lamictal 100 / 0 / 50 mg.
Ich hatte auch, seit ich die Tabletten nehme, keinen Anfall mehr.

Das Einzige was mich ein bisschen beunruhigt, vor ca. 1,5 Jahren hatte ich das erste Mal so eine Art "Deja-Vu".
Das kommt mehrere Male am Tag vor, jedoch passiert dies nie regelmäßig. Es kann 2-3 Tage andauern und danach 3 Monate Ruhe geben, aber auch immer nur einen Tag, dafür mit nur ca. einer Woche Pause dazwischen.

So ein "Deja-Vu" kann ich überall haben, ob ich nun auf die Toilette gehe, auf der Couch fernsehe oder mir in der Küche etwas zu essen mache.
Plötzlich kommt mir die ganze Umgebung fremd vor, aber doch irgendwie bekannt, als hätte ich sie schon einmal im Traum gesehen.
Das hält 1-3 Sekunden lang an, immer in kurzen bis sehr kurzen Abständen hintereinander. Selten kommt auch ein wenig Schwindel dazu, der vergeht allerdings auch wieder ziemlich rasch.

Zur Epilepsie genauer:
Den Ärzten zufolge ist es eine generalisierte Epilepsie ohne bestimmten Herd, das heißt, dass die Epilepsie nach ein paar Jahren auch wieder aufhören könnte. Bei einem Anfall verliere ich das Bewusstsein, mein Körper beginnt zu zucken und ich presse die Luft aus mir heraus. Der eigentliche Anfall dauert ca. 20-30 Sekunden, danach beruhigt sich mein Körper wieder. Nach 30 Minuten bin ich wieder ansprechbar, allerdings nur im Unterbewusstsein(das alles kann ich nicht bezeugen, meine Familie hat mir das so erzählt).
Mit dem Beruhigungsmittel des Arztes bin ich erst 5 Stunden nach dem Anfall wieder richtig zu mir gekommen und im Krankenhaus aufgewacht.
Ich kann mich auch an nichts mehr erinnern, was ich gesagt habe, bis zum Aufwachen im Krankenhaus.

Ich weiß, eigentlich sollte ich zu meiner Ärztin gehen und ihr dies so erzählen.
Jedoch wird im März dieses Jahres meine Dosis ein bisschen zurück gesetzt, dies wird dann auch noch weitergeführt und getestet, ob ohne Medikamente wieder ein Anfall auftritt oder nicht.
Ich will in dem Zusammenhang also nicht riskieren, diesen Zeitpunkt noch weiter hinaus zu verschieben. 2012 werde ich 18, und dann noch immer auf Alkohol, Führerschein und diese Dinge verzichten zu müssen würde mich schwer treffen.

Allerdings weiß ich auch, dass ich das mit ihr besprechen muss... Doch zuvor will ich euch fragen.

Grüße
Robert
 
F

Frank

AW: Epilepsie

Nur kurz zu mir: ich bin 50, stehe kurz vor einer Operationsentscheidung, die Epilepsie bei mir ist schwer behandelbar (z.Zt. drei Medikamente: Keppra, Zebinix, Lamictal - aber über Jahre ca. 8 GM/Jahr und "kleinere").

Zumindest in den 1970er Jahren erzählten Ärzte meinen Eltern noch das Märchen, die Epilepsie oder die Anfälle würden mit der Pubertät wieder aufhören. Ich landete damals auch in Stationen wie du jetzt ("Psychatrie" oder "Jugendpsychatrie"). Aus meiner heutigen Sicht waren die aber bei weitem nicht genügend auf Epilepsie ausgerichtet. Eigentlich war ich erschrocken, das du seit ca. 3 oder 4 Jahren scheinbar noch nicht bei einem Neurologen oder einer speziellen Epilepsieabteilung gelandet bist. Irgendwo landesweit müsste doch so eine Abteilung existieren.

Du sprichst von "deja-vu"-Erlebnissen, ich von den sogenannten "Absencen" - man ist augenblicklich verlangsamt, kann aber noch radfahren oder an der Kasse bezahlen, die Sprachmotorik und auch Reaktionsfähigkeit lässt aber nach und kann "gegen null gehen".
Auf die inzwischen Verschreibbaren Medikamente kann ein Körper oder Geist extrem unterschiedlich reagieren. Es kann auch dahin mutieren, dass die Anfälle nur schwer behandelbar sind und zumindest Neurologe und Patient sich auf eine Verbesserung oder Verminderung der Nebenwirkungen durch eventuelles Austauschen von Medikamenten konzentrieren. Achte auf jeden Fall auf "Nebenwirkungen" - die können tatsächlich fertigmachen.

Aber es traten ja auch grössere Anfälle auf. Dafür halte ich Lamictal eher ungeeignet.
Ich habe aber nicht verstanden, ob es ein einzelner GM blieb oder auch diese noch "regelmässig" auftreten.
 
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