Asthmaanfall Sauerstoffkonzentration etc.

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Gast

Hallo an alle Leser,

ich habe ein schweres unkontrollierbares Asthma (Diagnose laut meinem Lungenfacharztes, der meinte, dass ich austherapiert wäre und damit leben müsste). Ich nehme allerlei Medikamente zur Dauerbehandlung und für den Notfall. Fast täglich kommt es zu heftigen Anfällen (meist in der Früh um 3.30 oder 4 Uhr), die ich aber meistens selber wieder in Ordnung bekomme.
Letzten Donnerstag dann aber nicht. Ich hatte schon seit Mittwoch Abend Beschwerden, der Peak Flow (PF) sank stetig auf 50% runter. Ich nahm alles was mir so verordnet wurde. Auch 80 mg Kortison Tabl. Doch es wurde immer schlimmer, nichts wollte wirklich helfen. Tagsüber war es dann ziemlich an der Grenze (ohne jegliche Belastung und Stress)gerade zum Aushalten. Doch am Nachmittag ging plötzlich fast nichts mehr. Ich giemte immer lauter. Der PF sank auf 150 (normalwert 480). Ich war erschöpft, bekam Angst/Unruhe. Die Sprays halfen gar nichts mehr, doch die Sauerstoff Sättigung an meinem eigenen Pulsoximeter lag zwischen 90 und 97%. Also nicht wirklich schlecht und doch dachte ich sterben zu müssen. Ich setze mich ins Auto und fuhr ins 12 km entfernte KH zur Notaufnahme. Dort waren alle mit schlimmeren Notfällen beschäftigt, niemand hatte Zeit. Sie setzten mich an ein Pulsoxi auf den Flur und ließen mich mit meiner Angst und Atemnot 45 min alleine. Der Sauerstoffwert Wert war unverändert wie bei mir daheim. Dann kam ein Pfleger und meinte, mir ginge es ja nicht so schlecht (laut O2 Wert) ich käme in ca. 30 min dran. Mit letzter Kraft (konnte keine Sätze mehr reden) verabschiedete ich mich und fuhr zu meinem Hausarzt (weitere 13 km) selber mit dem Auto. Der wollte mich gleich in die Klinik einweisen, was ich doch ablehnte. Einige Medikamente (Kortison, Adrenalin, Fenestil, Theophillin, O2 und Sultanol über Vernebler) ging es mir nach 2 Stunden soweit, dass ich wieder heimfahren konnte.

Nun am 9.5. (gestern) nächster schwere Anfall (für mich). Wieder PF auf 150, O2 Sättigung bei ca. 94 %, aber starkes Krankheitsgefühl und Erstickungsangst. Ich war dann ganz mutig und rief nach drängen meiner 14 jährigen Tochter nach 3 Stunden zunehmender Verschlechterung (ich hoffte auf Besserung, nachdem ich wie am Donnerstag auch 80 mg Kortison Tab. genommen hatte) den RTW, der nach 15 min mit dem örtlichen Notarzt eintraf.
Der Notarzt blieb sehr realext, meinte die O2 Sättigung wäre ja nicht wirklich schlecht. War dann doch überrascht, als er den recht schlechten Lungenbefund (spastig voll beidseits) abhörte. Es brauchte wieder viele Medis und einiges an Zeit und Geduld bis es mir soweit gut ging, dass ich nicht mehr mit in die Klinik musste.
Ich war während dem Anfall und danach sehr müde und erschöpft, trotz der aufpuschenden Medis.
Was mich so wundert ist, dass immer nur auf der O2 Sättigung rumgeritten wird und nicht oder kaum die anderen Symptome beachtet werden. Schon gar nicht ich als Mensch beachtet werde. Steht es mir nicht zu, mich schlecht zu fühlen, das Gefühl von ersticken zu haben, wenn die O2 Sättigung ok ist, aber eine vollständige Spastik da ist?

Beide Anfälle zogen sich über Stunden hin und ich bekam einfach mächtig Angst und Panik. Meine Medis brachten nichts mehr und ich wusste nicht, was ich machen sollte. Die 2 vom Rettungsdienst waren total nett und haben mir Mut gemacht, dass ich das Richtige gemacht habe und auch wieder den RTW rufen soll, wenn es "eng" wird.

Was ist denn nun richtig? Geht es mir nur ernsthaft schlecht, wenn die O2 Sättigung im roten Bereich ist? Oder sind auch die anderen Symptome entscheidend? Ich kam mir gestern am Spätnachmittag wie eine Simulantin vor (Gegenüber dem Notarzt).

Ich bin 40 J. alt, weiblich und habe allergisches (Pollen/Hausstaub) und nichtallergisches Asthma seit meiner Jugend zunehmend schlimmer.


Ich würde mich sehr über eine oder mehrere Antworten freuen.
Viele Grüsse
A.
 
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Gast

Hallo A.

Ich lebe seit meiner frühen Kindheit mit Asthma, bin damit in meiner Jugend schon kurz vor dem Abschied vom Leben gewesen und das mehrmals, einmal hatten die Ärtze mich schon aufgegeben.

Was hab ich damit angefangen? Ich habe gelernt, keine Angst zu haben. Denn wenn ich in Panik komme fange ich an zu hyperventilieren und mache es schlimmer als es wirklich ist.

Medikamente? Atemtechnik, Sport - zur Notfallbehandlung ein Salbutamolspray was lange nicht so gut ist wie das früher verordnete Berotec 200. Die Krankenkassen und Ärzte stellen halt manchmal die falschen Medikamente ein.

zur Dauerbehandlung derzeit atmadisk, ein Kombipräparat. Wirkt wenigstens gegen Entzündungen wenns sonst auch nicht viel bringt. Ich hab schonmal hörbar trotzdem die Lunge nicht frei. Da helf ich mir oft mit Tropen von Eukalytusöl, bei manchem bringts allerdings eine Verschlechterung des Zustandes, muss man ausprobieren und auch "vertragen lernen" das Zeug pur zu "geniessen"....

Zur Unterstützung Fahrten ans Meer, wenn du nähe der Grenze zu Belgien wohnst - ausserhalb der Saison mit dem Belgischen Zug 40€ bis Oostende hin- und zurück, zu bestimmten Zeiten 30.- Die Luft dorft hilft mir.

Ich kann nur empfehlen nicht in Panik zu verfallen wenn es eng wird, Zwerchfellatmung durch den Bauch zu üben, kurtz ein- tief ausatmen.

Früher wurde Spiropent verschrieben, das ist ein Superwirksames Mitell (zumindest bei mir), du kannst versuchen ob dein Arzt dir mal Testweise eine 100èr Pack. verschreibt. Auch nur ein paar Tage ohne Atemnot können etwas wunderbares sein. Ansonsten hab ich mich daran gewöhnt, das ich Beklemmungen in der Brust habe - schwer zu beschreiben was ich meine, Beklemmung ist wahrscheinlich nicht das richtige Wort. Allerdings hilft mir meine durch Training großgewordene Lunge besser zu leben. Der Arzt sagt dazu, ne Lunge wie ein Spitzensportler. Allerdings kann ich davon halt nicht immer viel nutzen. Zur Unterstützung helfen Sportarten die die Ausdauer trainieren. Andere Sportarten sind nicht gut und können die Lunge sogar schädigen. Also immer schön langsam beginnen wenn man es tut.
 
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