Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

  1. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Gast Nicht registriert

    Hallo liebe Forenmitglieder.

    Kurz zu meiner persönlichen Vorgeschichte:

    Im Mai diesen Jahres erlitt ich bei recht anstrengender, körperlicher Arbeit im freien einen Zusammenbruch. Erwähnt werden muss hier, dass es auch sehr warm war und ich dementsprechend stark schwitzte.
    Nach einigen Stunden Ruhe auf dem Sofa ging es mir wieder besser und ich beschloss in meinem Leichtsinn, vorerst nicht in das Krankenhaus zu gehen.
    Am nächsten Morgen jedoch fühlte ich mich weiterhin sehr schwach, fröstelte am ganzen Körper und konnte mich kaum auf den Beinen halten. Also wurde ich von meiner Partnerin ins Krankenhaus gefahren.

    In der Notaufnahme war der Erstverdacht Angina Pectoris, dieser Verdacht konnte jedoch vollständig ausgeräumt werden.
    Was alles untersucht wurde:
    - Blutwerte
    - EKG zum Zeitpunkt der Notaufnahme
    - Schilddrüse
    - Zuckerkrankheit
    - Langzeit EKG

    Sämtliche Untersuchungen, mit Ausnahme der Blutwerte, ergaben keine Befunde, ich sei in dieser Hinsicht kerngesund. Die Blutwerte allerdings zeigten einen erniedrigten Kaliumwert (wie niedrig dieser Wert ist, weiss ich jedoch bis heute, auch auf mehrmaliges Nachfragen beim Krankenhaus, nicht).
    Die Diagnose lautete daraufhin Hypokaliämie und ich bekam Kalium in Form von Tabletten als auch für die Dauer des Krankenhausaufenthaltes intravenös.

    Der behandelnde Arzt im Krankenhaus meinte bei meiner Entlassung, ich solle zukünftig doch einfach ein paar Bananen mehr essen.

    Zuhause angekommen suchte ich zwecks Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung meinen Hausarzt auf, welcher mir ebenfalls Kaliumtabletten verschrieb, dich ich 3 Wochen lang 2 mal täglich einnehmen sollte.
    Ergänzend hierzu stellte ich meine Ernährung auf mehr Bananen um und esse seitdem 1 Banane täglich.
    Nach Ablauf dieser 3 Wochen stand eine erneute Blutuntersuchung an. Das Ergebnis war ein Kaliumwert, der mit 3,5 gerade noch so die Norm beschreibt (Aussage meines Hausarztes).

    Seither habe ich die Tabletteneinnahme zurückgefahren und bin auch auf schwächere Präparate (Thromcardyn) ausgewichen. Weiterhin esse ich jedoch noch immer eine Banane täglich.
    Auch meine sonstige Ernährung ist als gesund einzustufen, ich rauche nicht, trinke selten Alkohol und esse viel Gemüse aus dem eigenen Garten.

    Vergangenen Montag stand zur Kontrolle des Kaliumwertes eine erneute Blutuntersuchung an, bei der das Ergebnis heute erneut ein erniedrigte Kaliumwert von 3,4 ist....

    Mein Arzt verschrieb mir wieder Kaliumtabletten.


    Ich kann und will mir jedoch nicht vorstellen, dass das die Lösung ist. Kennt jemand diese Problematik und hat evtl. nachhaltige, natürliche Wege gefunden, um seinen Kaliumwert wieder zu verbessern?
    Welche Möglichkeiten gibt es?
    Oder: Was kann man denn noch untersuchen, um auf mögliche Ursachen des Mangels zu stoßen?

    Vielleicht noch ein paar Angaben zu mir:

    23 Jahre alt, rd. 190 cm groß, 65 Kg schwer.
    Blutdruck ist i.O.
    Eine Untersuchung beim Kardiologen vor rd. 2 Wochen mit EKG, Herzecho sowie Belastungs-EKG war ebenfalls völlig i.O., allerdings ist meine Kondition miserabel


    Vielen Dank.

    Jochen
     
  2.  

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  3. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Gast Nicht registriert

    Kaliummangel kann viele Ursachen haben - nicht nur die Zufuhr ist wichtig, sondern auch die Ausscheidung!!!
    Wenn Sie zum Beispiel Diuretika einnehmen oder häufiger Durchfall haben, so kann auch das die Hypokaliämie
    verursachen.
    Bekannt ist außerdem, dass große Trinkmengen an Cola oder Kaffee durchaus auch mal zu einer Hypokaliämie
    führen können.
    ...trifft davon etwas auf Sie zu?

    Desweiteren ist auffällig, dass Sie für Ihre Größe eigentlich zu wenig wiegen? Vielleicht sollte man hier nach einer
    Ursache suchen....
    hat sich der Arzt damit mal beschäftigt?

    Eine weitere Möglichkeit, wann es zu Kaliummangel kommt, ist das sogenannte Conn-Syndrom - hat der Arzt
    das auch abgekllärt bzw. ausgeschlossen?

    Wenn obig genannte mögliche Ursachen alle abgeklärt worden sind und nichts davon zutrifft, so sind die
    möglichen Grunderkrankungen ausgeschlossen worden und die Hypokaliämie kann nur symptomatisch, also
    mit Kaliumtabletten behandelt werden.

    Sollte die Abklärung obiger Faktoren noch nicht erfolgt sein, so würde es sich sicher lohnen, das in Angriff
    zu nehmen - wenn man was findet, dann kann man die Ursache behandeln und das Problem beheben!
     
  4. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Gast Nicht registriert

    Hallo,

    erst einmal vielen Dank für diese ausführliche Antwort.

    Ich möchte im Folgenden auf die von Ihnen genannten, möglichen Ursachen des Mangels eingehen:

    1. Ich nehme keinerlei Medikamente ein und musste bisher auch noch nie welche einnehmen. Auch habe ich keine Probleme mit Durchfall, Erbrechen o.ä. .
    Kaffee trinke ich auch nur sehr verhalten, pro Tag etwa 2 Tassen. Cola etc. (allgemein: Limonaden) trinke ich noch sehr viel seltener, vielleicht 3 - 4 mal im Monat ein Glas.
    Für Gewöhnlich trinke ich nur Wasser und Saftschorlen, täglich sind das rd. 2 Liter.

    2. Ja, ich habe in der Tat ein sehr geringes Gewicht. Allerdings behaupte ich, dass dieses familiär bedingt ist. Meine Eltern sowie meine 3 Geschwister sind ebenfalls sehr schlank, außerdem auch
    ein Teil meiner Großeltern. Mangelernährung o.ä. ist allerdings nicht der Grund hierfür, der Appetit jedes einzelnen Familienmitgliedes ist dann doch eher hoch ;-)
    Und da die Schilddrüse und Blutzuckerwerte in Ordnung sind, denke ich, dass das passt.

    3. Das Conn-Syndrom war mir bis jetzt nicht bekannt. Wenn ich mir allerdings die Symptome des Syndromes im Internet anschaue, dann muss ich sagen, dass diese größtenteils überhaupt nicht auf mich
    zutreffen. Im ein oder anderen Fall ist wohl eher das Gegenteil des Symptomes der Fall. Natürlich kann es so nicht ausgeschlossen werden, aber die Verneinung der meisten Symptome ist ja zumindest
    etwas beruhigend...

    Mein Hausarzt meinte zu mir auf Nachfrage, dass er die Ursache in einer Stoffwechselstörung sieht, die auch wieder "verschwinden" kann.
    Weiss denn jemand, weshalb so eine Stoffwechselstörung auftreten kann? Kann Stress eine Ursache sein?

    Ich habe jetzt meine tägliche Ration Bananen von 1 auf 2 gesteigert, außerdem nehme ich dazu noch 1 Tablette Thromcardyn ein.
    Wenn ich bedenke, dass ich bis vor einem Jahr keinerlei Probleme hatte (zumindest waren keine bekannt), dann sollte ich doch mit diesem "mehr" an Kaliumzufuhr neben meiner gewöhnlichen Ernährung den Mehrbedarf, oder was auch immer es ist, befriedigen können ?!?

    Einen schönen Abend zusammen!
     
  5. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Gast Nicht registriert

    Hallo!

    Na, ist doch schon mal ganz gut, wenn keine der beschriebenen Ursachen zutrifft - das
    heißt dann zumindest, dass die schwerwiegenden, bzw krankhaften Ursachen ausgeschlossen
    worden sind :)

    Leider kann ich Ihnen dann jedoch auch nur dazu raten, es mit sehr kaliumreicher Kost und
    eventuel Kaliumbrause weiter zu versuchen und regelmäßig die Werte kontrollieren zu lassen.
    Sicher - eine Stoffwechselstörung kanns schon sein - welcher Art die allerdings ist, das ist
    eine sehr spezielle Frage, die man wohl nur im Speziallabor abklären und wohl auch nicht ursächlich
    behandeln kann.

    Wünsche Ihnen alles Gute und drücke die Daumen, dass der Kaliummangel von selbst verschwindet,
    so wie er auch gekommen ist.

    ach ja, und natürlich würde ich dazu raten, immer auch regelmäßig ein EKG durchführen zu lassen, um
    eventuell dadurch ausgelöste Rhythmusstörungen frühzeitig zu erkennen!

    Viele Grüße!
     
  6. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Haffzicke Neuer Benutzer

    Hallo,

    also ich habe seit ca. 14 Jahren einen dauerhaft erniedrigten Kaliumspiegel, der auch seit dieser Zeit medikamentös. Bitte nehme unbedingt die Medikamente weiter ein, weil sonst außer den schon beschriebenen Herzproblemen auch Probleme mit der gesamten Muskalatur kommen können.ilat

    Ein Tipp: Ich hatte riesige Probleme mit den Kaliumbrausetabletten (Magenprobleme) und wurde dann auf eine Retardkapsel (diese Tablette gibt es auch als Filmtablette) umgestellt und mir geht es gut und mein Kaliumwert ist gut eingesellt.

    Übrigens wurde meine Hyperkalimie erst bei der Dialyse festgestellt, was untypisch ist, weil Nierenpatienten meist einen viel zu hohen Kaliumwert haben.
     
    Basti gefällt das.
  7. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Gast Nicht registriert

    Hallo Jochen, dein Beitrag hätte von mir sein können, nur dass ich weiblich bin :)

    Auch wenn dein Beitrag schon einige Jahre zurück liegt, würde ich noch freuen, wenn du schreiben könntest, wie es dir momentan mit dem Kaliumwert ergeht?

    Vielen Dank und viele Grüße
     
  8. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    MSt Nicht registriert

    Hallo Gast,

    ich musste am Montag Nacht vom Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden, da ich mehrmals bewusstlos geworden bin und mein Kalium wert laut Arzt bei 2,1 lag. Am nächsten Tag (nach einer Nacht auf der intensiv Station) waren meine Werte wieder im Normalbereich und ich solle jeden Tag Bananen essen. Gestern war ich noch mal beim Hausarzt, der jedoch nicht so recht wusste was er mir jetzt geben kann und sagte, das müsste man beobachten, falls es wieder kommt! Hast du evtl noch andere Erfahrungen gemacht? Ach ja ich hatte auch Durchfall (des Öfteren im Jahr...)
     
  9. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Sunray1982 Nicht registriert

    Hallo Jochen, ich habe wirklich die gleichen Erfahrungen gemacht wie du. Ich war erst heute wieder beim Arzt und trotzdem ich täglich 2 Kalinor Retard nehme war mein Wert bei 3,3. Mein EKG zeigt den niedrigen Spiegel leider auch bereits an (leichte ST-Senkung und kurze PQ-Dauer). Ich verstehe einfach nur nicht woher er kommt. Alles - wirklich alles würde untersucht...vielleicht können wir uns ja auch mal per Mail austauschen. Leider schaue ich hier nur sehr selten rein und bin eben erst wieder durch Zufall auf den Thread gekommen. Ich würde mich wirklich sehr freuen.

    VG
     
  10. Dauerhaft erniedrigter Kaliumwert

    Sunray1982 Nicht registriert

    Im übrigen, genau wie bei dir auch, sind meine Werte am Folgetag wieder genau in der Norm oder grenzwertig erniedrigt. Einmal hatte ich einen Wert von 2,7 - da waren meine Beine auch echt schwach und ich konnte mich kaum halten - und am gleichen Tag später (ich hatte früh von meiner Ärztin den Wert vom Vortag erfahren) bin ich direkt zum Labor gefahren und habe mir nochmals Blut abnehmen lassen - und siehe da - obwohl ich nichts eingenommen hatte außer wie jeden Abend meine Kalinor Retard war mein Wert bei 3,4! Und im Labor kommt es nie zu Fehlmessungen - wenn dann schon eher bei meiner Ärztin. Ich hatte auch ganz genau darauf geachtet, dass nicht gestaut wird, keine Faust, schnelle Auswertung und Bestimmung Heperin und Vergleich Serum - daher verstehe ich das auch alles nicht und es ergibt einfach keinen Sinn, warum der Wert sich manchmal so zeigt und manchmal so. Aber mal ein paar andere Fragen: leidest du an irgendwelchen Ängsten oder Panikatacken? Hat du einen erhöhten Lipoprotein A Spiegel? Bist du Vegetarier? Wie oft treibst du Sport? Hast du viel Stress in deinem Leben? Ich möchte nur Parallelen erkennen können.

    Über eine Rückantwort würde ich mich sehr freuen.

    VG
     
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