Fersenbeinfraktur (calcaneus Fraktur)

dietsch82

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Diese Fersenentlastungsorthese Settner/Münch hab ich auch verschrieben bekommen, die soll 4 Wochen nach der OP angelegt werden. das wäre dann kommenden Montag, auch da muss ich ich nochmal genauer fragen, weil im Entlassungsbericht stand drin " Laufen mit halben Körpergewicht an Stützen " im Internet lese ich aber überall Vollbelastung ohne Gehstützen da die Ferse ja frei in der Orthese hängt und nicht belastet wird und anhand der Druckpolster in der Orthese die Belastung aller 14 Tage gesteigert wird... und es steht auch drin das man über den Vorfuss abrollen soll damit man es quasi nicht verlernt. na mal sehen was der Doc sagt... Lymphdrainage hatte ich nur vor der OP damit die Schwellung weg geht und ist nach der OP nicht mehr notwendig, wenn der Fuß nicht mehr dick ist wurde mir gesagt, bisschen dick ist er aber noch, im Gegensatz zum Unterschenkel der sieht aus wie ein Hühnerbein :D wenn die Narbe dann mal verheilt ist kommt die Gipsschiene ab und die Orthese ran, dann gibt es hoffentlich auch Pysio. wie kommt da festes Eiweiß in den Fuß ?? ist es eigentlich sinnvoll Narbencreme zu verwenden ??
 

curacanne

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Guten Morgen!
Ich habe einen etwas anderen schu, d.h. einen Post PO schuh Darco Zeh Trauma Ortho Wedge, =Vorfußentlastungsschuh.
Ich gehe bis zum nächsten besuch beim Doc anfang april weiter ohne belastung des fußes, eben nur mit aufsetzen und abrollen.In meinem entlassungsbericht steht ja auch, , daß ich abrollbewegungen mit fußsühlenbodenkontakt ohne belastung machem soll, allerdings hatte ich da diesen schuh noch nicht.
egal, bis anfang april ists ja nicht mehr weit und wenn ich etwas verlernt haben sollte, lerne ich es eben wieder, auch das laufen mit gehstützen habe ich letztendlich gelernt.
da mein physiotherapeut auch nichts genaues wußte, habe ich ihn gebeten, den fuß an der oberseite vorsichtig zu massieren, damit sich das eiweiß nicht weiter verfestigt und abgebaut werden kann. tatsächlich war der fuß hinterher etwas schlanker und heute früh ist dik beweglichkeit viel besser.
Zu Ihrer frage nach dem eiweiß :
Mittels Verletzungen oder operativen Eingriffen, bei denen Blutgefäße, Muskelgewebe usw. im Mitleidenschaft gezogen werden, tritt vermehrt Blut und somit auch vermehrt Eiweiß aus. . wenn man die haut eindrückt und der eindruck längere zeit stehen bleibt, ist eiweiß vorhanden.
wenn ich dann mit der aufbelastung anfangen darf, arbeiten die lymphe dort auch wieder, dann wirds noch besser.

ich bin gespannt, wie lange ich die nthrombosespritzen noch nehmen muß, auch das habe ich letztendlich gelernt.

Gestern habe ich meine wohnung mit treppen das erste mal ohne fremde hilfe verlassen, sonst war zumindest immer jemand zum aufpassen dabei. das es ging, hat mein stark lädiertes selbstbewußtsein wieder gestärkt. da ich bislang immer mit taxe zur physiotherapie fahre, denke ich nun ans selbstfahren, denn ich habe einen automatikwagen und benötige nur den rechten fuß. ein denkproblem bereitet mir noch das ein- und aussteigen, da die sitze relativ tief sind(DB 190E)..aber wahrscheinlich habe ich schon wieder zuviel angst.

Über narbencreme habe ich noch nicht nachgedacht. ich benutze weihrauchcreme oder rescue creme.
 

curacanne

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ist es eigentlich schwierig, sich nach ausheilung wieder an das gehen ohne Stützen zu gewöhnen?
meine betroffene seite, nämlich die linke, ist ohnehin schwächer
gibt es dazu erfahrungen?
 

Joc

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Fortsetzung meines Berichtes: den 6.April 2012
Ich bin weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung und erhalte dort manuelle Therapien an der Narbe. Seit etwa einer Woche hat sich das anfängliche Humpeln am Morgen nach dem Aufstehen oder nachdem man länger die Beine hochgelegt hat erkennbar verringert.
Nachdem mein Homöopathen mir Arsenicum album LM verschrieben hat und ich keine erkennbare Heilungswirkung erfahren habe, hat er mir SILICEA LM III verschrieben. Ich soll dieses homöopathische Mittel jetzt wieder sechs Wochen lang nehmen.
Mein nachbehandelnder Arzt sieht nach den von ihm verschriebenen manuellen Therapien keine Besserung der Narbenheilung (obwohl meine digitalen Fotos dieses nachweisen, dem Arzt diese Fotos jedoch wohl nicht interessieren) und verschreibt mir daher keine manuellen Therapien mehr. Seine Empfehlung ist die Titanplatte zu entfernen. Nur dann würde er die Behandlung fortsetzen.
Ich war wegen seiner Aussage in der Uni-Klinik. Dort wurde mir empfohlen die Titanplatte nicht zu entfernen. Die Meinung der Uni-Klinik ist, dass die Heilung der Narbe sehr gut verläuft und ich mit der Narbentherapie weitermachen soll. Eine Entfernung der Titanplatte wird nur zwischen 18 -24 Monaten nach der OP empfohlen, weil sich bei einer noch späteren OP die Titanplatte zu stark mit dem Fersenbein verwächst und die Ablösung der Titanplatte daher schwieriger wird. Im übrigen ist das Metall Titan sehr verträglich. Eine neuerliche OP könnte nach deren Aussagen den gleichen bisherigen Heilungsverlauf wiederholen. Ich bin sehr dankbar, dass mein Hausarzt die Verschreibung der manuellen Therapien übernommen hat.
Anbei ein aktuelles Foto
Ich werde mich in etwa 8 Wochen wieder melden.
An curacanne: ich habe die lästigen Trombosespritzen 5,5 Wochen nach meiner OP abgesetzt (siehe auch mein Bericht). Der Übergang zum Gehen ohne Stützen war bei mir kein großes Problem. Wenn die Schmerzen geringer werden wird auch das Abrollen des Fußes wieder besser und auch normal. Ich laufe heute mehr als 10 km in einem Stück ohne erkennbare Veränderungen beim Gehen verglichen vor dem Unfall (Aussage meiner Gattin). Joggen ist immer noch nicht möglich. Der Fuß ist im Bereich der Narbenverklebung halt immer noch leicht angeschwollen jedoch die Schwellung verringert sich langsam. Auch ich habe in der Klinik keine Lymphdrainage erhalten. Möglicherweise gibt es für den Fersenbeinbruch eine Fallpauschale und falls ja wie ich vermute spart sich die Klinik diese Ausgaben. Eine Frage an Dich: Wieviele Stunden oder Tage nach der OP durftest du erstmalig aufstehen und mit den Gehhilfen laufen.
IMG_5.April 2012.JPG
 

curacanne

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Hallo Joc,
Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich 2 Tage nach der OP die Gehstützen bekommen und habe mich damit nur kurze strecken im Zimmer bewegt. Da ich keinen passenden schuh im Krankenhaus hatte( -der Post OP schuh wurde mir erst später von meinem Orthopäden verpaßt-bin ich quasi nur gehüpft, um ja jeden Bodenkontakt zu vermeiden. deswegen waren die Gehstützen am Anfang sehr anstrengend für mich
Dienstag gibts nochmal einen Kontrolltermin und ich werde versuchen, daß ich neben der Physiotherapie für Gehschule und funktionsherstellung des Fußes auch lymphdrainage verschrieben bekomme, denn ohne bewegung der muskelpumpe arbeiten natürlich die lymphe auch nicht richtig, so daß das entzündungsmaterial nicht ordentlich abfließt, sondern fest wird. sollte der Orthopäde mir die Lymphdrainage nicht verschreiben, werde ichs beim Hausarzt versuchen.

und solange der Fuß wegen der Entzündung noch anschwillt, nehme ich widerspruchlos die Thrombosespritzen.

@Joc, Dein Bericht über den Übergang zum Gehen ohne Gehstützen hat mich beruhigt, dann wirds bei mir ja ähnlich werden.Das normale Gehen vermisse ich sehr, da ich eigentlich tgl 1-2 Stunden immer im Wald war, jetzt aber bis auf die Arzt uns Physiotherapiebesuche in der Wohnung bin.
Ich will dann, sobald ich wieder ohne stützen gehen kann, zu meiner Ärztin für TCM, Homöopathie ua gehen, mal schauen, ob sie mit akupunktur und homöopathie helfen kann.>Ich kann sie nur per Bus und Ubahn erreichen und dafür muß ich stabil sein, sonst wäre ich schon längst dort gewesen.

Nächste woche bekomme ich das ergebnis des obligatorischen Blutbildes wegen der Thrombosespritzen, mal sehen, was meine ohnehin schwache leber sagt. außerdem hatte ich auf eigene rechnung VIT D3 und B12 testen lassen.
D3 für die Knochen soll ja bei 80% der Nordeuropäer eh zu niedrig sein und B12 ist wegen der Entzündung möglicherweise zu niedrig, dafür besorge ich mir dann spritzen, ich glaube nicht, daß die Krankenkasse das bezahlt.

Krankenhaus und Ärzte ziehen halt ihr programm durch, vieles muß man selbst organisieren, so habe ich eine freundin, die gelegentlich Lymphdrainage macht und von meiner TCM Ärztin kommen die Tips zu den Vitaminen

Ich frage mich, ob die Behandlung bei gesetzlich versicherten und Privatpatienten eigentlich gleich läuft.

Was die Titanplatte angeht, so sagte mir der Operierende Chefarzt in Aurich, daß die Platte drin bleibt.
Mein Orthopäde bestätigte das mit der Einschränkung, so sie denn keine probleme bereite.

Ab nächste woche darf ich dann mit der Aufbelastung anfangen, bin gespannt, wie das geht, denn wie weiß ich denn, mit wieviel KG ich den Fuß grad belaste, vielleicht muß ich vorher an einer waage das gefühl dafür bekommen.allerdings ist nächste woche wieder eine andere Physiotherapeutin da,(die 4.inzwischen)worüber ich nicht so glücklich bin, aber wegen der Nähe der Praxis bleibe ich dort.

Oft denke ich, wäre ich ein VIP oder Frau Merkel, wäre die Behandlung viel optimaler und das interesse wäre auch größer..ähnlich bei Dir mit Deinem nachbehandelndem Arzt.

so wünsche ich jetzt allen Mitleidenden schöne Ostern und gute Besserung!

curacanne
 

curacanne

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Mein Orthopäde hat immer noch kein grünes Licht für einen Beginn der Aufbelastung gegeben.
Da der Fuß immer noch anschwillt , rot und warm wird, hatte ich um Lymphdrainage gebeten.Diese wurde mir abgelehnt, die >Kasse würde das nicht zahlen. stattdessen habe ich jetzt einen stützstrumpf für den Tag bekommen.
Ich will mal den Hinweis von Joc augfgreifen und werde den Fuß kalt abduschen.
Ein Ergometer habe ich leider nicht mehr und behelfe mir so mit übungen.
Nächsten Dienstag sind dann 8 wochen seit der OPvergangen, ab und zu schleichen sich zweifel ein, ob der Heilungsverlauf nmoch in ordnung ist.aber mein kleines Blutbild zeigt keine auffälligkeiten...nicht , das mir die titanplatte nicht bekommt.

Nun ja, auch Joc hats nach langem verlauf ja geschafft.
 

dietsch82

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Moin Moin, mal wieder Meldung machen.... :D

also ich komme mit dieser Ohrthese überhaupt nicht klar, habe die jetzt 2 Wochen und soll damit mir eigentlich die Krücken abgewöhnen, nur das tut dermaßen weh im Mittelfußgewölbe wo ja durch den Schuh die ganze Last aufliegt, das damit frei laufen unmöglich ist, mit eine Krücke geht es, wenn auch sehr humpelig. Ich habe immer im Hinterkopf das da was kaputtgeht... aber immerhin hat man damit schon mal eine Hand frei :D Die Schwellung ist durch das herumlaufen/humpeln rückläufig, wenn der Fuß am Abend natürlich wieder etwas anschwillt und rot wird.
Die Wunde ist jetzt nach fast 7 Wochen komplett zu geheilt .... was für ein Glück....sah an der Kurve der Wunde erst nicht so aus.... Die Narben salbe kann ich nur weiterempfehlen ...aber nur auf zugeheiltem Gewebe !! macht die Narbe schön geschmeidig ( Contractubex )
den Fuß kalt abduschen ist sehr angenehm. was mir aber aufgefallen ist, ist der Fuß irgendwie Kälteempfindlicher, wenn ich mal ne weile ohne Socken den Fuß hoch lege tut es irgendwie weh, zieh ich dann ein Socken über ist wieder gut. also ich hab hier so 20-22 Grad in der Bude da sollte man ja keine Eisfüße bekommen....:confused:
 

curacanne

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Hallo !

bei mir schmerzt das Mittelfußgewölbe auch gelegentlich und leicht bedenken, daß das nicht gut sein könnte habe ich auch.Aber ich sage mir, daß alles im Fuß geschrumpft und geschwächt ist durch nun fast 8 Wochen Untätigkeit und dann eben erst mal wehtut. Mein Fuß ist auch noch leicht geschwollen , aber auch noch rot an der seite, wo die narbe verläuft.
Durch den Strumpf , den ich tags einige stunden trage, bessert sich der Fuß zusehens, ist dafür dann aber erst mal über stunden eiskalt.Wenn ich ihn dann mit Decken wieder warmbekommen habe, macht ich wieder eine klate Dusche, was ein sehr guter Tip von Joc ist. Dann trainiere ich das Bein mit einem Teraband, welches ich mit dem Vorderballen belaste.
Ich will nun erst einmal optimistisch bleiben-ich hatte einen sehr guten Operateur imo und warum soll nicht alles gut werden.

Gruß
curacanne
 

curacanne

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Hallo !
Die Schwellung an meinem Fuß hat weiter abgenommen.
Etwas problematisch ist die Beweglichkeit des Fußes in alle Richtungen.Ich hoffe, das bessert sich mit der Zeit durch Dehnübungen etc.

Gruß
curacanne
 

curacanne

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Hallo an alle Leidensgenossen !
Seit gestern darf ich den Fuß aufbelasten mit 20 kg, immer noch mit dem orthoschuh, dem thrombosestrumph, den Thrombosespritzen und beiden Gehstützen.
Ab nächste Woche(ist dann 10 Wochen nach der OP) darf ich dann voll belasten ohne orthoschuh.Auch die Thrombosesachen fallen dann weg.
Bin schon sehr gespannt darauf.Dehnübungen und kräftigungsübungen durch Physiotherapie gehen noch länger weiter.


Gruß curacanne
 

curacanne

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Hallo !

Ich darf jetzt normal gehen und Thrombsoestrumph- und Spritzen weglassen.
Da habe ich mich zu früh gefreut, denn das Auftreten ist mit erheblichen Schmerzen der Fußsohle, insbesondere der Ferse verbunden, so daß auch ich jetzt humpen muß.
Meine Frage an alle, die es bereits hinter haben:
Ist das normal? Wie lange dauert das und was kann ich selbst dagegen tun?2xwöchentlich physiotherapie läuft noch.

Curacanne
 

Joc

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Hallo Curacanne,
Nur nicht ungeduldig werden. Wie du in meinem Bericht nachlesen kannst hat es bei mir sehr lange gedauert bis das Humpeln verschwand. Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass die Muskeln im Fußsohlenbereich beim Sturz in Mitleidenschaft gezogen wurden. Diese sicherlich teilweise gerissenen Muskelfasern müssen sich auch erst mal wieder finden und heilen. Im Fersenbereich ist eine sehr gute Durchblutung und damit schreitet die Heilung in diesem Bereich sicherlich schneller voran als im Bereich der Narbe wo kaum Muskelfleisch vorhanden ist. Den Fuß öfter am Tag mal unbelastet bewegen (z.B. mehrmals am Tag für kurze Zeit Fahrradfahren), damit die Schlacke wegtransportiert werden kann.
Gute Besserung!
Joc
 

curacanne

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Lieber Joc,

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Da bin ich ja beruhigt, ich dachte schon, Schmerzen wären ein schlechtes Zeichen.

Ich hoffe, Dir geht es auch immer besser!Ich finde es toll, daß Du wieder 10 Km laufen kannst; auch ich bin begeisterte Wanderin und freue mich auf den Tag, an dem ich mal wieder eine stunde im wald spaziewrengehen kann.

Alles Gute
Curacanne
 

curacanne

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Heute habe ich mal wieder alle berichte hier durchgelesen, va die detaillierten Beschreibungen von Joc, die sehr hilfreich sind.
Ich lasse jetzt seit einigen Tagen die Gehstützen gänzlich weg. Wie Joc schon geschrieben hatte, ist die Ferse besonders gut durchblutet, was bei mir jetzt bewirkt hat, daß die anfänglichen Schmerzen dort total weg sind.
Jetzt habe ich bei jedem Schritt auf der Oberseite des Fußes schmerzen, es muß halt alles wieder neu gebildet werden. Die Narbe, , die bei mir von unten nach oben etwas schräg vo dem Fußknöchel verläuft, tut nur weh, wenn ich dagegen stoße.
Ich bin bisher nur mit festen Sportschuhen gelaufen, habe aber jetzt mal meine sandalen angezogen, was sich zunächst sehr gut anfühlt.damit kann ich den Fuß auch besser abrollen, ohne daß er oben ständig an die schuhschnalle stößt.
Ich gehe mehrmals täglich ca 1/2 stunde spazieren, allerdings sehr langsam, da ich mich zur schmerzvermeidung sehr konzentrieren muß.Anschließend mache ich selbst einige lymphdrainagegriffe, die mir eine Heilpraktikerin gezeigt hat, denn wegen der "klammen Kassen" wird sie nicht verordnet. ferner rege ich den Lymphfluß mit Kneippgüssen an, was mir in der Physiotherapie empfohlen wurde.
1 mal täglich mache ich die Übungen aus der pHysiotherapie, die ich iü 2 x wöchentlich erhalte.Leider habe ich kein Ergometer zuhause und mein Fahrrad hat einen Platten und der Weg in die Werkstatt ist mir grad noch zu weit.
so ist es natürlich schwer, Kondition aufzubauen außer mit Kurzhanteln und leichteren Liegestützen.
Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden, daß ich wieder mobil bin und sehr zuversichtlich, daß sich alles allmählich weiter verbessert.
Mein Orthopäde meinte zu mir, daß die Entfernung der Platte nicht vor einem Jahr erfolgen könnte und dann auch am besten durch denselben Operateur. Das hat mich etwas irritiert, weil jener gleich gesagt hatte, die Platte bleibt drin.
Na, erstmal abwarten, wie es sich entwickelt, sage ich mir.
Dienstag bin ich bei einer Privatärztin für Inneres mit schwerpunkt Naturheil bzw. Chinesische Medizin. Ich werde mich ausführlich mit ihr beraten ;Aufgrund ihrer Empfehlung hatte ich mir letztes Jahr meine Goldkronen entfernen lassen, was zu einer merkbaren körperlichen Entspannung und Befreiung führte, mal sehen, was sie jetzt zu meinem neuen Störfaktor sagt.

Ich hoffe, mit Euch gehts auch weiter bergauf, und vor allem bewundere ich Jocs Ausdauer, es sind bei ihm ja nun fast 2 Jahre rum.

Alles Gute
von curacanne
 

curacanne

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Hallo
hier mal mein weiterer Bericht:
ich habe mich akupunktieren lassen anschließend bekam ich 2 tapes an beiden seiten des Fußes .
Ferner wurde mir geraten, Wickel mit Retterspitz äußerlich zu machen. Ich habe also eine socke mit dem Retterspitz 1/2 und wasser 1/2 vollgetränkt , ausgewrungen und dann angezogen mit einer wollsocke drüber 1 1/2 stunden ruhen lassen.
Die schwellungen sind erheblich zurückgegangen, der fuß sieht fast kleiner aus als der andere.das soll man 2 bis 3 mal täglich machen.
jetzt kann ich hoffentlich schmerzfreier übungen machen und treppen steigen um den lymphfluß anzuregen. dann wird natürlich die entzündung wieder mehr , es schwillt dann wieder an usw.
zur kreislaufanregung mache ich jetzt liegestütze (für frauen)
zu meinem orthodäden gehe ich erst wieder, wenn ich eine neue KG verordnung brauche, denn außer einer langen wartezeit sowie der bemerkung, die entzündung müßte nun langsam raus sein, erwartet mich dort nix, eher dann ein unangenehmes gefühl, daß es meine schuld sei, der fuß wäre noch nicht besser.

Bis zum nächsten Mal
Curacanne
 

curacanne

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hier noch eine ergänzung:
laut meiner Privatärztin wirkt das titan im Fuß ganz anders als Gold im Mund, hat nämlich kaum gravierenden einfluß, da brauche ich also keine sorge zu haben.

curacanne
 

dietsch82

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War heute bei meinem weiterbehandelnen Chirurgen, das CT ( nach 12 Wochen ) sieht sehr gut aus, Knochen gut durch baut, keine Knochenentzündung, Nekrosen oder Schraubenlockerungen. der Fuß ist nur noch etwas geschwollen, hatte vorher 6 mal KG und 6 mal Lymphdrainage und jetzt nochmal 6 KG verschrieben bekommen, und soll mit Vollbelastung anfangen.
Habe heute gleich mal paar Schritte ohne alles versucht, was für ein Gefühl den weichen Boden wieder zu spüren, reicht dann aber auch für´s erste und bei mir ist es auch so das der Hacken an sich gar nicht weh tut sondern eher der Bereich um die Narbe rum....morgen gleich nochmal ....muss ja wieder werden
 

curacanne

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Hallo @dietsch82 !

Das freut mich für Sie, sieht ja alles gut aus und scheint problemlos zu verlaufen.
Ich habe heute noch einmal mit einer Unfallchirurgin telefoniert; die sagte mit, einFersenbeinbruch wäre eine schwere Erkrankung und selten wäre es nach der Heilung so wie vorher.Das habe ich nicht so gerne gehört , zumal ich auch von Betroffenen gelesen habe, daß sie nichts mehr merken.

Sie führte weiter aus, daß es sich sehr lange hinziehen könne und Schmerzen normal wären. Ich sollte allerdings nicht durch den Schmerz durchgehen, sondern immer nur heran . Ferner sollte ich (exzentrische)übungen 5 x täglich zu je 20 einheiten machen sowie mir vom Physiotherapeuten entstauungsgriffe zeigen lassen.

Gebebenenfalls soll ich beim Laufen auch noch Gehstützen benutzen, wenn der Schmerz zu stark wird.

curacanne
 
G

Gast

Hallo zusammen,

ich habe mir letztes Jahr am 1. Juni das Fersenbein bei einem leichten Umknicken des Fußes gebrochen, was leider erst ca. 8 Wochen später festgestellt worden ist.

Da sich der Bruch nicht verschoben hatte, bekam ich nur eine leichte Schiene, die ein weiteres Umknicken verhindern sollte. Zudem hatte ich Sportverbot.

Bis Dezember hatte ich durchgehend Schmerzen im gesamten Fuß (auch im Ruhezustand!) und bekam dann Kortisonspritzen. Allerdings nicht im Bereich des unteren Sprunggelenkes, sondern in das Talonavikulargelenk, da mein Arzt der Meinung war hier wäre der ausgehende Schmerzpunkt. Diese Spritzen brachten absolut gar nichts! War ja auch die falsche Stelle..

Im Januar bekam ich dann von einem Fußchirurgen KG verschrieben und ich sollte Sport machen (was mir ja vorher ein 1/2 Jahr lang verboten wurde!).
Allerdings war keine Durchführung dieser möglich, da eine einfache Berührung meines Fußes durch die Physiotherapeutin schon extreme Schmerzen auslöste.
Sie konnte lediglich den Fuß ein wenig massieren, was eher einem leichten Streicheln von der Intensität her ähnelte. Mehr war nicht möglich. Zudem rat sie mir vehement vom Sport ab!

Mitte März besuchte ich dann den nächsten Fußchirurgen, der anhand des CTs aus dem August 2011 (!) feststellte, dass bei der Fersenbeinfraktur ein Knochenstück abgesplittert ist. Dieses CT lag allen vorherigen Ärzten auch vor!

Am 30.4. bin ich nun operiert worden und mir ist dieser Knochensplitter entfernt worden, der sich in einem Muskelband verfangen hatte. Nach 4 Tagen Krankenhaus durfte ich mit einem Malleo Immobil Air Walker und Krücken nach Hause.

Jetzt heißt es 6 Wochen keine Belastung (jetzt noch ungefähr 2) und Mitte Juni ist dann der nächste Arztbesuch fällig.

Bin gespannt wie es dann weitergeht, beim Fädenziehen wurde mir schon gesagt, dass es nach diesen 6 Wochen ohne Belastung noch bis zu 4 weiteren Wochen dauern kann, bis ich die Krücken und den Walker los bin. Gehe mal davon aus, dass ich nach Ablauf der ersten 6 Wochen dann auch Physiotherapie verschrieben bekomme!?

Bei den Temperaturen in den letzten Tagen kann ich diesen Schuh leider kaum tragen, der Fuß schwillt sofort extrem an und ich muss ihn quasi den ganzen Tag hochlagern. Die Schmerzen halten sich allerdings in Grenzen, sodass ich weitestgehend auf Schmerzmittel verzichten kann.

Habe damit also insgesamt nun auch schon fast 1 Jahr lang zu tun und drücke jedem die Daumen für eine gute und schnelle Genesung!
 

Joc

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Fortsetzung meines Berichtes: den 30.Mai 2012
Ich bin weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung (Lymphdrainage und manuelle Narbentherapie). Das anfängliche Humpeln am Morgen nach dem Aufstehen oder nachdem man länger die Beine hochgelegt hat sich erheblich reduziert. Nach 2-3 Minuten Gehen ist kein Humpeln mehr erkennbar.
Auch das homöopathische Mittel SILICEA LM III brachte nicht einen erkennbaren Erfolg. Jetzt habe ich ACIDUMSulfuricum LM III verschrieben bekommen. Dieses Mittel soll helfen die festsitzenden Eiweißketten im Fuß zu lösen, denn der Fuß ist weiterhin angeschwollen. Ich nehme dieses homöopathische Mittel wiederum 8 Wochen.
Mein Rezept für manuelle Therapien am Fuß wird jetzt abgeschlossen. Wir machen in der kommenden Woche eine Fahrradtour mit Gepäck über ca. 450 km innerhalb von 7 Tagen. Dann folgt im Ende Juni ein 4-wöchiger Urlaub an der französischen Atlantikküste. Dort sind dann lange Strandsparziergänge mit viel Schwimmen angesagt. Ich hoffe, dass all diese Bewegungen den Fußmuskeln gut tun und die Abschwellungen vorantreibt. Ich vermeide zu langes Sitzen oder Hochlegen der Beine, denn der durch den Unfall verletzte Knorpel am Sprunggelenk kann nur durch Bewegung (dadurch Zufluss von Gelenkflüssigkeit) und Belastung versorgt werden und die Heilung beeinflussen. Ob ich nach dem Urlaub weitere manuelle Narbentherapien benötige wird sich zeigen. Das Rezept für diese Therapien erhalte ich hoffentlich weiterhin von meinem Hausarzt.
Ich sollte vielleicht ergänzen, dass ich ohne Einschränkungen meiner Gartenarbeit und häuslichen Handwerkerarbeiten nachkomme. Ich war schon wieder auf dem Dach und habe u.a. die Firstziegel neu mit Mörtel befestigt und auch die Dachrinne gereinigt. Natürlich gehe ich an die Arbeiten jetzt mit mehr Vorsicht heran. Auch Wochenendfahrradtouren über 70-80 km sind ohne Einschränkungen möglich und werden auch ausgeführt. Meine Physiotherapeutin gibt mir die Hoffnung, dass ich im kommenden Winter wieder Alpin- Skilaufen kann.
Anbei ein aktuelles Foto
Ich werde mich in etwa 8-10 Wochen wieder melden.


An curacanne: auch ich wende RETTERSPITZ seit Februar 2012 an. Ich war überrascht, dass ich dieses im meinem Bericht bisher nicht erwähnt habe. Ich kann ebenfalls die abschwellende Wirkung bestätigen. Weiterhin gute Besserung!


IMG_25. Mai 2012.JPG
 

curacanne

Neuer Benutzer
Hallo Joc,

das freut mich sehr für Sie, daß Sie nach wirklich langem Leidensweg ohne Einschränkungen Ihrem Sport und Heimarbeiten nachgehen können.Ich wünsche Ihnen schöne Urlaubstage.
Ich muß sagen, daß ich es auch bemerkenswert finde, daß Sie alpin Skilaufen wieder angehen wollen.
Ich habe mir nochmals ihre ersten Fotos angesehen und es ist schön, daß Ihr Fuß heute wieder so gut aussieht, was ich allein ihrer Ausdauer zuschreiben würde.

Bei mir hat sich kaum etwas Neues ergeben, diese Woche kann ich mein Fahrrad aus der Werkstatt holen und werde dann langsam ein Training aufbauen und kann das Bein belasten ohne den ständigen Fußschmerz vom Gehen zu haben.
Ich habe weiterhin 1-2 mal wöchentlich Physiotherapie und einmal wöchentlich Akupunktur.

Ich hoffe, daß auch alle anderen Leidensgenossen hier Fortschritte machen und wünsche allen gute Besserung?

Gruß
Curacanne
 

dietsch82

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Hallo,

Fahrrad fahren tut mir sehr gut, ich kann problemlos 70km mit dem Rennrad zurücklegen, ich passe zwar nicht mehr in die Rennradschuhe ( Fuß ist am Spann und seitlich doch noch etwas dick ) aber in meine ausgeleierten Turnschuhe pass ich rein und damit kann ich fahren ohne das es irgendwo drückt.
Probleme habe ich beim Laufen, es Schmerzt sehr und alles noch sehr humpelig, auch wenn ich dann abends zur Ruhe komme schmerzt es im im Bereich der Narbe, die Achillessehne und auf dem Spann sehr. Ein Eisbeutel ist dann sehr angenehm.
@ Curacanne nehmen sie irgendwelche Schmerzmittel ?? ich habe mir gestern eine Diclofenac eingeworfen und obwohl das ja nur ein entzündungshemmer ist, hatte ich fast keine Schmerzen, Iboprofen wirkt irgendwie gar nicht.
 

curacanne

Neuer Benutzer
Hallo dietsch82 ,

da haben Sie sich ja Ihre Kondition bewahrt, wie die problemlosen 70 km Fahrradfahren zeigen.Gratulation!
Zu Ihrer Frage: Nein, ich nehme keine Schmerzmittel, der Schmerz ist ja auch nicht unerträglich, aber schon sehr lästig und zermürbend. Aber mit Tabletten jedweder Art habe ich schnell Probleme.

Andererseits sage ich mir, daß er mir auch hilft, indem ich nicht einfach über ihn hinweggehe und mehr mache, als gut ist.Neben dem langsamen Gehen mache ich auch viele dehnübungen, während der Fuß hochliegt(auf einem Ball).Ich sage mir, irgendwann wird der Schmerz schon nachlassen, wenn alles wieder seine alte form und Verbindung hat.

Ich habe auch nach der OP nicht so starke schmerzen gehabt und die mir angetragenen Schmerzmittel nur genommen, da ich annahme, sie wären entzündungshemmend(was sie aber doch nicht waren)

Über meinen ersten Fahrradausflug bin ich sehr glücklich, habe aber nur ein normales Fahrrad mit 3 Gängen.

Ich wünsche weiterhin allen gute Besserung.

Curacanne
 

Joc

Neuer Benutzer
Fortsetzung meines Berichtes: den 1.September 2012
Ich bin weiterhin in physiotherapeutischer Behandlung (Lymphdrainage und manuelle Narbentherapie). Das anfängliche Humpeln am Morgen nach dem Aufstehen oder nachdem man länger die Beine hochgelegt hat ist merklich geringer geworden. Über den Tag hinweg ist kein Humpeln sichtbar auch wenn ich mehr als acht Stunden im Haus oder Garten oder auch in der Stadt unterwegs war. Keine Spur von Arthroseschmerzen im unteren Sprunggelenk, wie vom Uni-Orthopäden bei meiner Entlassung aus der Uni-Klinik vor zwei Jahren prophezeit.

Aktuell nehme ich das homöopathische Mittel ACIDUM Sulfuricum LM V (jetzt doppelte Potenz). Die Schwellungen im Fuß sind weiter zurückgegangen jedoch immer noch leicht erkennbar.

Der Urlaub an der französischen Atlantikküste brachte den ersehnten Erfolg. Wir sind dort am Strand barfüßig täglich bis zu 10 km gelaufen. In Summe waren es mehr als 100 km Laufen am Strand, verbunden mit viel Schwimmen im Meer. Ich hatte absolut keine Probleme mit dem Laufen. Zudem sind wir mit unseren mitgenommenen Fahrrädern mehr als 400 km unterwegs gewesen. Die Narbe hat sich weiter zurückgebildet. Anbei ein aktuelles Foto.
2 Jahre (Aug.2012) nach Unfall.JPG

Ich werde mich in etwa zehn Wochen wieder melden.
 

curacanne

Neuer Benutzer
Hallo Joc,
das ist ja eine sehr erfreuliche entwickung bei Ihnen.
Haben Sie eigentlich noch das problem, daß beim Auftreten der Ferse auf unebenem Boden die ferse schmerzt?ich erinnere mich, daß sie mal davon berichteten.

Bei mir ist die OP jetzt 7 Monate her, ich kann gut laufen, humpel ab und zu(ohne es zu merken), aber auf unebenem boden, also zB im Wald gibts oft schmerzen, wenn die ferse auf etwas höheres als der restliche fuß auftritt.
Außerdem tut der Fuß bei bewegung nach außen weh. Darüberhinaus ist die Fußoberseite noch leicht taub.

Lymphdrainage habe ich nicht mehr, jedoch Physiotherapie.

Mein Arzt hatte mir einlagen verschrieben, nach deren benutzung der mittelfuß anfing zu schmerzen, dasselbe auch nach bearbeitund der einlagen durch den orthopädie techniker

daraufhin hat mich mein Orthopäde zu einem spezialisten geschickt, der sah sich die Röntgenaufnahmen des operierten Fußes an, fragte mich nach schmerzen, die ich ihm wie oben schilderte, woraufhin er ohne nähere begutachtung meines Fußes die entfernung der platte empfahl. das ging mir ehrlich gesagt etwas sehr schnell und ich habe daher nicht gleich einen termin vereinbart.

morgen will ich nun zu meiner akupunktur ärztin und diese um rat fragen sowie eine bekannte aus dem gesundheitsbereich zu dem Krankenhaus und dem chefarzt befragen.

da ich mir nicht vorstellen kann, daß das auftreten der ferse mit der platte schmerzfrei vonstatten gehen kann und ich nicht weiß, was ich sonst machen soll, auch mein neuer hausarzt dafür gesprochen hat, werde ich es wohl machen lassen, obwohl mich nicht scharf darauf bin.

vielleicht kann der eine oder andere betroffene etwas dazu schreiben.

Gruß an alle
von curacanne
 

Joc

Neuer Benutzer
Hallo curacanne,
Auch ich hatte sehr lange Schmerzen, wenn ich den Fuß beim Gehen nach außen drehen wollte. Ein schmerzfreies Gehen war daher nur mit einem leicht nach innen gebogenen Fuß möglich. Meine Frau hat seinerzeit mich immer wieder darauf hingewiesen, dass ich doch bitte beim Gehen die Fußspitze normal nach außen ablaufen sollte, was jedoch aufgrund der dann entstehenden Schmerzen mir nicht möglich war. Dieses Problem war lange vorhanden und hat sich erst nach mehr als 12 Monaten verflüchtigt. Ich bin mir sicher, dass du dieses Problem nach ein paar weiteren Monaten nicht mehr hast. Auf keinen Fall würde ich an deiner Stelle im jetzigen Zustand mit neuen Schuheinlagen versuchen die Schmerzen zu bekämpfen. Laufe viel barfuß z. b. auf dem Rasen im Garten (jetzt leider etwas kalt draußen aber täglich ein paar Minuten Training sind sicher möglich und gut für die Fußdurchblutung).

Ich wäre sehr vorsichtig mit einer Plattenentfernung. Da werden die sich jetzt wieder findenden Gefäße und Nerven erneut durchtrennt und die Heilung muß von neuem beginnen und niemand weiß, ob sich dann die Nerven wieder finden werden. Ich habe keine Taubheit an der Fußoberseite. Es scheint, daher, dass sich die Nerven wiedergefunden haben. Mein Hausarzt hat mir zwei Monate nach meiner OP prognostiziert, dass die neue sich bildende Haut im Bereich der Narbe gefühllos bzw. taub sein wird. Dem ist jedoch absolut nicht so.
Du hast ja auch noch Zeit mit deiner Entscheidung einer Plattenentfernung. Diese sollte spätestens 18 -24 Monate nach der OP gemacht werden.
Ich habe keine Probleme mit dem Stehen auf der Ferse bzw. Fersenspitze.
Gib deinem Fuß etwas mehr Zeit und Sorge für eine gute Durchblutung. Dann werden sich deine jetzigen Probleme verflüchtigen.
Gute Besserung und Grüße von Joc
 
G

Gast

Hallo zusammen,

ich (36, 1,80m, 80kg, unsportlich und Raucher) habe mir Ende Februar 2012 auch eine Fersenbeinfraktur zugezogen, ähnlich wie bei Joc, nur auf der linken Seite und mit Beteiligung des Sprunggelenkes. Eines der vier Fragmente verschob sich nach oben, was aber erst bei der nachfolgenden CT-Untersuchung deutlich wurde. Da es nun etwas spät ist und ich hier einfach spontan schreibe, erzähle ich zunächst bis zur OP. Werde mich wohl noch registrieren und ausführlicher berichten, habe auch noch leckere Bilder von der anfänglichen Schwellung und dem weiteren Verlauf.

Die Behandlung erfolgte in einem normalen Krankenhaus, scheinbar keine Erfahrung mit dieser Art von Fraktur. Als Kassenpatient gibt es auch keine Sonderbehandlung, das Bein wurde normal auf eine Ablageschiene hochgelegt, nicht fixiert und ohne Stützschiene - die Ferse hing in der Luft und ich durfte noch um ein Kissen bitten. Die Schmerzen waren allgemein erträglich. Richtige Schmerzmittel wurden keine angeboten, bis auf Standard-Pillen, die bei mir nahezu unwirksam sind (ungeklärte Resistenzen, ich bin auch kein Freund von chemischen Mittelchen).

Da ich in Rückenlage absolut nicht schlafen kann und die Schmerzen auf Dauer doch etwas nervig wurden, klingelte ich Nachts noch nach einem Arzt, der mir intravenös insgesamt drei große Ampullen verschiedene Schmerzmittel verabreichte (probieren geht wohl über studieren), ohne Aufklärung, was das überhaupt für ein Zeug war. Die erste Flasche half zwar nicht gegen den Schmerz, ich war dafür aber belustigt. Die zweite Flasche neutralisierte scheinbar die Wirkung der Ersten, die Dritte verhalf mir endlich zum ersehnten Schlaf. Am nächsten Morgen war von den Schmerzen nichts mehr zu merken, bis zur OP, die nach 10 Tagen folgte.

Auch bei mir wurde gleich am Folgetag eine kleine Übung mit Krücken zelebriert, allerdings ohne Treppe - dies wurde bis zum Ende des dreiwöchigen Aufenthalts versäumt, war aber kein Problem. Ich organisierte mir kurzerhand am ersten Tag einen Rollstuhl und schon war für Mobilität gesorgt, das linke Bein legte ich dabei angewinkelt auf den rechten Oberschenkel, damit es ein wenig hochgelagert war - einbeinig auf Krücken laufen war mir zunächst auch zu anstrengend und fühlte sich nicht gerade gut an. Der Stationsarzt schaute mich zwar gerne schräg an, als ich so alle 1-2 Stunden auf den Balkon rollte um eine zu rauchen, aber es war scheinbar nicht verkehrt, keine Komplikationen.

Die OP sollte eigentlich nach 7 Tagen erfolgen, wenn die Schwellung einigermaßen nachgelassen hat. Es wäre ein Freitag gewesen, gab aber zuviele Notfälle, also durfte ich nochmal 3 Tage warten, von denen ich einen zuhause verbrachte, natürlich auf eigenes Risiko.

Etwas kurios waren die Anästhesisten vor der OP, zunächst kam einer, der mir eine Spinal-Anästhesie aufschwatzen wollte, also OP im Wachzustand. Klang interessant, ich fragte noch, ob ich dann auch zuschauen kann, was aber nur mit ein paar Spiegeln möglich wäre (war eher eine Scherzfrage).
Bald darauf kam ein anderer Anästhesist, der mir zu einer normalen Vollnarkose geraten hat. Er meinte, es halten nicht viele Patienten solange durch und fangen an zu jammern (wegen der unbeweglichen Bauchlage). Ich entschied mich dann doch lieber für die Vollnarkose, zumal unklar war, wielange der Spaß überhaupt dauern würde.

Die Tranquilizer-Pille vor der OP lehnte ich dankend ab, auch da wurde versucht, mir die Pille standardmäßig ohne Erklärung unterzujubeln.
Im Gegesatz zu Joc wurde zwar an einen Schmerzkatheter gedacht, aber ich zuckte wohl etwas zu stark, als der Chirurg am Oberschenkel-Ischias herum piekste. Der Katheter war geknickt, merkte ich natürlich erst nach der OP, als die Pumpe ständig ihren Dienst verweigerte, es war aber erträglich (für die Nachtschwester aber weniger). Die OP selbst verlief gut, dauerte aber doppelt so lange, wie der Spinal-Anästhesist mit seiner 2-Stunden-Prognose orakelte.

@ Joc: Danke für den ausführlichen Bericht, muss den Großteil hier aber noch nachlesen. Ihre Nekrose sah übel aus, ich blieb zum Glück davon verschont, mein Heilungsverlauf sieht auch wesentlich besser aus, mit einem Minimum an Hilfen (LD und KG erhielt ich erst etwa 13 Wochen nach der OP, musste mich selbst darum kümmern bzw. informieren, was man da tun kann und sind auf eigenen Wunsch längst wieder abgesetzt. Ich habe zum Glück einen Spezialisten in einer Durchgangspraxis gefunden, der damit nicht knausert.

Falls es nicht schon erwähnt wurde: Wenn solche essentiellen Hilfsmittel wie Lymphdrainagen abgelehnt werden, würde ich den Arzt wechseln und ggf. eine Anzeige erstatten, falls gar die Kasse nicht zahlen will einen Anwalt einschalten, das ist eine abnorme Dreistigkeit bei Kassenpatienten. Ich bekam auch nur Einlagen, orth. Schuhe scheinen keine mehr verschrieben zu werden, sind auch extrem teuer. Die Einlagen waren mit einem Eigenanteil von knapp 70,-- € , zuzüglich 80,-- € für passendes Schuhwerk für mich kaum tragbar, ich renne jetzt noch dem Geld hinterher. Bin schon zuvor krankheitsbedingt in der Hartz4-Falle gelandet und da wird gerne Ping-Pong gespielt, wer die Kosten übernimmt... ohne nachfolgende Befreiung auf Zuzahlung wäre ich nun ruiniert, durfte einen Monat quasi mit Wasser und Brot auskommen, nicht gerade förderlich für den Heilungsprozess. Meinen erlenten Handwerksberuf werde ich laut dem Spezialisten wohl nicht mehr ausführen können, eine vollständige Genesung ist sehr unwahrscheinlich.

Wurde nun doch ein halber Roman, Entschuldigung. Rest folgt, ich wünsche allen Betroffenen eine gute Genesung.
 
G

Gast

Und weiter geht es, die Registrierungs-Mail lässt leider auf sich warten und berichte nun nochmals unregistriert.

Mir kam zwischenzeitlich eine vermeintliche Entzündung in die Quere, es sammelte sich Wundflüssigkeit, der "Narbenkrater" stülpte sich nach außen bis das Ding platzte. Wollten mich natürlich gleich im Krankenhaus behalten, ich hatte allerdings noch etwas zu erledigen und verschob den Termin um zwei Tage, zumal ich mir sicher war, dass es keine bakterielle Entzündung ist, sondern eine Reizung. Das Loch war kaum störend, etwas weniger Belastung und es war gut erträglich, dank dem notdürftigen "Stöpsel" aus "Silberwolle", den der Durchgangs-Facharzt notdürftig reinstopfte, hielt sich die Sauerei in Grenzen.







Restliche Bilder folgen, sofern es mit der Registrierung noch klappen sollte.

Der behandelnde Chefarzt hatte allerdings nur eine tiefe, bakterielle Entzündung im Kopf oder bestenfalls eine "Fistel-Nekrose". Dass die Platte schlecht verarbeitet war, kam ihm natürlich nicht in den Sinn, zumal es sein Werk war. Nahezu auf allen Röntgenbildern deutlich erkennbar, dass die Platte unsauber abgetrennt wurde und ein scharfer Grad mit Spitze vorhanden war, welche das neu entstandene Gewebe kaum spürbar verletzte. Bilder folgen, sofern es mit der Registrierung noch klappen sollte.

Ich rechnete eigentlich damit, dass erstmal nachgeschaut wird, bevor die Platte einfach frühzeitig entfernt wird - dem war leider nicht so. Zu dem Pfusch gesellt sich nun also noch eine möglicherweise fatale Fehldiagnose. Die Wunde ist nun zwar besser vernäht als zuvor und ich denke kaum, dass es da noch Probleme gibt, aber der Knochen ist längst nicht verfestigt genug, worauf erst kürzlich zuvor ein anderer Facharzt hingewiesen hat.

Dauer des Aufenthaltes nur 6 Tage, war auch ausreichend. Bakterielle Untersuchung natürlich ohne Befund. Das zweiwöchiges Wachstum der Probe steht noch offen.
Ich kann in solchen Fällen nur empfehlen, egal ob als Kassen- oder Privatpatient, bestehen Sie auf die Beratung und Behandlung durch jemand, der sich nachweisbar mit Fersenfrakturen auch auskennt!
 

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