Probleme bezüglich meiner (Verhaltens)Therapie

G

Gast

Bereits seit August 2013 habe ich psychosomatische Beschwerden, die mich belasten und Anfang 2014 habe ich das erste Mal eine Therapie in Betracht gezogen und auch bei der Therapeutin in meiner Nähe angerufen. Sie wollte sich melden, wenn ein Platz frei geworden ist, was höchstens ein Jahr dauern sollte. Also wartete ich und wartete. Es vergingen knapp zehn Monate, in denen ich selbstständig mehr über meine Probleme in Erfahrung bringen konnte, sie allerdings nicht beseitigen konnte. Ende Oktober 2014 hatte ich beinahe eine Panikattacke im Unterricht, weil ich sowas wie einen Vortrag vor der Klasse halten sollte, die Aufgabe aber erst in der Stunde verteilt worden ist und ich absolut nicht in der Lage gewesen bin, auch nur das Geringste zu verstehen. Daraufhin hat mein Vater einen Termin bei einer weiter entfernten "Therapeutin" gemacht, die allerdings pro Stunde Geld verlangte, was wir nicht aufbringen konnten, weshalb es nur diesen einen Termin gab. Sie hat dann bei der anderen Therapeutin angerufen und keine zwei Tage später bekam ich endlich den Anruf. Sie schlug vor, dass ich eine Verhaltenstherapie machen sollte, also machten wir das. Zumindest denke ich das...
Die Stunden waren im Großen und Ganzen gleich: Wir redeten über meine Woche, was so in meinem Kopf vorgeht usw. Zwischendurch gab es immer mal wieder "Aufgaben", also sowas wie kleine Tagebücher und ähnliches.

Sie hat häufig angekündigt, was wir in der nächsten Stunde machen würden, hat es aber nur sehr selten auch gemacht. Sie stellte mir immer wieder dieselben wie z.B. "Hörst du wieder Stimmen?". Hierbei sollte ich vielleicht noch anmerken, dass ich bisher NIE Stimmen gehört habe, sondern immer wieder mal kleine Geräusche, wie Kratzen und sowas. Ich habe sie auch die ersten paar Male korrigiert, aber irgendwann war mir das echt zu blöd. Fragen dieser Art gab es häufiger. Über mein eigentliches Problem, eine Phobie, wie ich ja bereits selber Mitte 2014 festgestellt habe, redeten wir so gut wie nie. Anfang 2015 diagnostizierte sie eine Depression und das war's eigentlich auch schon. Die Stunden danach waren wieder genauso, wie die Stunden zuvor. Anfang September 2014 hatte ich den letzten Termin und habe gesagt, dass ich auf jeden Fall weiter eine Therapie machen möchte, weil es mir immer noch nicht gut geht und beispielsweise die psychosomatischen Beschwerden schlimmer geworden sind. Daraufhin hat sie mir zugestimmt, mir so ein Formular gegeben mit den Worten "Wirf das in meinen Briefkasten, ich erledige den Rest und melde mich dann bei dir", das Formular habe ich also ausgefüllt und beim Arzt wegen irgendsoeiner Bescheinigung bin ich dann auch noch gewesen. Das Ganze habe ich eingeworfen, einen Brief von der Krankenkasse haben wir auch bekommen und dann kam gar nichts mehr.

Es ist schon fast acht Monate her und sie hat sich bis heute noch nicht gemeldet. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, was ich noch machen soll. Meine Eltern, ganz besonders meinen Vater, interessiert das Alles so gar nicht und mir geht es auch nicht wirklich gut. Ich stehe momentan unter ziemlichen Stress wegen der Schule. Dieses Jahr wiederhole ich schon und das Abi werde ich auch nicht schaffen. Es ist noch nicht einmal klar, ob ich das Fachabi überhaupt hinbekomme. Ich kann einfach nicht mehr und das geht schon viel zu lange so. Wir haben auch keine anderen Therapeuten in der Nähe und meine alte mag ich nicht. Sollte ich da jetzt anrufen, oder doch irgendwie versuchen, einen anderen zu finden...?

PS Es tut mir echt leid, dass ich hier so einen furchtbar langen Text fabriziert habe, das war eigentlich nicht so geplant...
 
A

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