Schmerzen in den Knochen

Diskutiere Schmerzen in den Knochen im Bereich Medizin Forum: Hallo! Kurzum ich verspüre mittlerweile an sehr vielen Körperstellen sehr merkwürdige Schmerzen. Es ist ein stechender Schmerz, der sich anfühlt...
G

Gast

Hallo! Kurzum ich verspüre mittlerweile an sehr vielen Körperstellen sehr merkwürdige Schmerzen. Es ist ein stechender Schmerz, der sich anfühlt, als käme er direkt aus dem Knochen. Diese Schmerzen habe ich schon seit zehn Jahren, damals kamen sie aber nur aus den Fingergelenken. Jetzt sind sie in Fuß, Arm, Bein, Gesicht. Hinzu kommt, dass es wehtut, wenn ich mein linkes Fußgelenk strecke, ebenso meinen linken großen Zeh. Ich hatte definitiv keinen „Unfall“, war auch nie mit irgendeiner Knochenverletzung oder so beim Arzt. Sowieso bin ich so gut wie nie krank. Das letzte Mal erkältet war ich vor 13 Monaten.

Soweit so gut. Was jedoch der springende Punkt ist: meiner Psyche traue ich alles zu. Seit Jahren bin ich in Psychiatrien unterwegs mit rezidivierenden schweren Depressionen und „Persönlichkeitsstörung“. Auch die Verursachung von solchen Schmerzen und dass sie nur deswegen mehr werden, weil ich mich frage, was das sein könnte und weil ich mir zurzeit alle Folgen von Grey’s Anatomy reinziehe, traue ich meiner Psyche zu. Außerdem ist meine beste Freundin gerade weggeflogen nach Südamerika für ein Jahr, was zusätzlich eine psychische Belastung darstellen sollte. Außerdem traten die Schmerzen vermehrt auf, seit sie weg ist. Ich habe so Angst, dass es nur psychosomatisch ist, habe diesbezüglich schon genug Probleme, eine psychogene Schmerzstörung brauche ich nicht auch noch. Alles Körperliche wäre berechenbar. Achja und ich habe Taubheitsgefühle im rechten Fuß und der rechten Hand, verstärkt seit Juni ungefähr. Das habe ich definitiv auf die Psyche geschoben. Andererseits habe ich psychisch keinen Grund sowas zu haben, weil ich nämlich nicht traumatisiert bin, so die Aussage eines Psychiaters. Als ich meinem Psychiater von den Taubheitsgefühlen erzählte sagte er hocherfreut: „Sie sind ein Rätsel.“ Ich bin eigentlich schon bereit, mich untersuchen zu lassen. Danach hätte ich die Gewissheit, ob die Psyche mich verarscht oder nicht. Würde ich es nicht abchecken lassen, verarsche ich mich selber und das ist noch viel übler.
Am meisten Gedanken mache ich mir über die Tests, die ich irgendwie über mich ergehen lassen müsste. Deshalb schreibe ich hier: kann mir jemand sagen, wie der Arzt wohl vorgehen wird?

Liebe Grüße
 
A

ad.integrum

Hallo,

na, das hört sich ja nach nem ganz schönen Durcheinander an....
wie alt sind Sie denn? welche Vorerkrankungen haben Sie? nehmen Sie irgendwelche Medikamente ein?

Das Vorgehen des Arztes wird natürlich maßgeblich davon abhängen, zu welchem Arzt Sie gehen....
ob eher zum Orthopäden, um die Knochenschmerzen zunächst mal im Hinblick auf mögliche körperliche
Ursachen abklären zu lassen - oder eher zum Neurologen, wegen der Taubheitsgefühle - oder zum Psychosomatiker,
wegen der Vorbelastung in dieser Richtung....
je nach Arztwahl wird natürlich das Vorgehen des jeweiligen Arztes verschieden sein!

Alternativ könnten Sie auch zunächst einen Allgemeinarzt konsultieren, der Sie dann an die entsprechende
Fachrichtung weiterleitet (wäre wohl das Beste, weil ansonsten ja schon wieder Sie selbst eine gewisse Richtung
vorgeben würden).

Das allgemeine Vorgehen stelle ich mir in etwa so vor: Gespräch, was aktuell nicht in Ordnung ist (Knochenschmerzen
und Taubheitsgefühl), dann über Vorerkrankungen, dann körperliche Untersuchung, je nach Ergebnis der Untersuchung
bei Hinweisen auf Ursache evtl Röntgen, MRT, CT; dann denke ich mal, dass auf jeden Fall ein Labor abgenommen werden
wird.... und dann ists natürlich von den jeweiligen Befunden abhängig, wie weiter vorgegangen wird.

viele Grüße!
 
G

Gast

Hallo! Danke für die Antwort.

Ich bin 22 Jahre alt, habe keine körperlichen Vorerkrankungen. Medikamente: Venlafaxin (SSNRI) 225mg morgens, Lamotrigin (Antieleptikum zur Stimmungsstabilisierung) morgens und abends je 100 mg, Quetiapin (Neuroleptikum) 125 mg zur Nacht.
 
A

ad.integrum

Hallo,

hmmm, das ist ja doch einiges an Medikation...
sind Sie denn derzeit auch noch bei einem Psychiater angebunden?

wegen der derzeitigen Knochenbeschwerden würde ich Ihnen raten, auf jeden Fall zunächst mal
einen Allgemeinarzt aufzusuchen (der das dann wohl in etwa wie oben beschrieben abklären
wird), um nicht eine "körperliche" Erkrankung als Schmerzursache zu übersehen...

Alles Gute und viele Grüße,
würde mich freuen, noch zu hören, wie es weiter gegangen ist...
 
G

Gast

Hallo! Ich werde gerne weiter berichten.
Ja, bei meiner Psychiaterin bin ich 1x die Woche. Hab es ihr erzählt. Sie hat einige Fragen gestellt, ob ich Schwierigkeiten beim Wasserlassen habe und verschwommen sehe. Sie meinte, ich solle zum Hausarzt, wo ich morgen hingehe. Ferner hat sie mir eine Überweisung zum MRT mitgegeben.

Mal sehen. Ins MRT will ich nicht so gerne, trotz Tavor. Sollte die letzte Möglichkeit sein, habe ich beschlossen.

Viele Grüße
 
G

Gast

Heute war ich beim Hausarzt. Bezüglich der Taubheit hat er mit einem Stift und einem Zackendings über Finger, Handfläche und Handrücken gestrichen. Konnte ich alles spüren. Außerdem hat er meine Hand nach oben gebogen und ich sollte sagen, wann es einschläft. Es ist nicht eingeschlafen. Nun hat er Blut abgenommen und Dienstag bespricht er mit mir die Ergebnisse.
 
A

ad.integrum

Hallo,

also dass Sie das gespürt haben (bei der Sensibilitätsprüfung), das spricht gegen eine körperlich bedingte
Sensibilitätsstörung....und die Frage, ob beim "Händeumbiegen" was einschläft, das bezog sich darauf, ob
evtl ein sogenanntes Karpaltunnelsyndrom (Nerv wird eingeengt und ist dadurch irritiert) vorliegt, was bei
Ihnen auch nicht der Fall ist...

Nun warten wir mal auf die Ergebnisse vom Labor bis Dienstag - vielleicht ergibt sich ja da was; und wenn
nicht, dann sollten zumindest mal die wichtigsten körperlichen Ursachen ausgeschlossen sein, was ja auch
schon mal weiter hilft!

Wünsche ein schönes Wochenende,
viele Grüße!
 
G

Gast

Hallo,
heute war ich beim Arzt. Meine Blutwerte sind alle okay. Bis auf irgendwas, was auf eine Entzündung hindeuten könnte. Nächster Schritt wird wohl der Orthopäde sein.

Ich dosiere derzeit das Neuroleptikum in niedrigen Stufen runter. Ich habe das NL ziemlich genau zwei Jahre genommen. Könnten meine Symptome Absetzerscheinungen sein? Eine Freundin von mir ist durch das Absetzen des Dominals krank geworden. Dies war jedoch eine Erkältung, die sich ziemlich lange im Kopf und in den Lymphknoten festgesetzt hat.

Die Schmerzen in den Fingern sind schlimmer geworden. Am Wochenende hatte ich Probleme zu malen, zu schreiben, meine Tasche zu tragen und mein Patenkind an der Hand zu halten.

Viele Grüße!
 
A

ad.integrum

Hallo,

also das mit der Abklärung beim Orthopäden hört sich sinnvoll an...
wann haben Sie denn einen Termin? - Würde möglichst bald dort hin gehen...

Sie schreiben, dass Sie das Neuroleptikum reduzieren - machen Sie das auf Anweisung Ihres
Neurologen? wer hat Ihnen dazu geraten?
....derjenige Arzt, der die Empfehlung zum Ausschleichen des Neuroleptikums gegeben hat, der
ist auch der richtige Ansprechpartner bezüglich etwaiger "Nebenwirkungen" / Absetzerscheinungen!
Fragen Sie doch Ihren Neurologen, ob - in Ihrem Fall - die Symptome wirklich daher rühren können!

Alles Gute und viele Grüße!
 
Thema:

Schmerzen in den Knochen

Ähnliche Themen

Oben