Androgenetische Alopezie – Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

22 Apr von Eduard

Androgenetische Alopezie – Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

Androgenetische Alopezie ist die wohl häufigste Form des Haarausfalls sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bezeichnet wird mit dem Begriff der erblich bedingte Haarausfall. Nach den neusten Erkenntnissen wird diese Form des Haarausfalls durch das männliche Hormon Testosteron verursacht. In den folgenden Abschnitten erklären wir Ihnen genauer, was man darunter versteht, welche Symptome und Anzeichen auftreten und welche Behandlungsmöglichkeiten gegen androgenetische Alopezie existieren.

Was ist eine androgenetische Alopezie?

Was ist eine androgenetische AlopezieWie bereits erwähnt bezeichnet der Begriff den anlagebedingten Haarausfall bei Männern und Frauen. Das Wort Androgen ist aus dem Griechischen entlehnt und steht für männliche Sexualhormone, die unter anderem für den Bartwuchs, die Musekelentwicklung und eine tiefere Stimme bei Männern verantwortlich sind. Es handelt sich bei dieser Form des erblich bedingten Haarausfalls um keine Krankheit oder Hormonstörung, sondern um eine normale Entwicklung beim Älterwerden.

Die Hormone verhindern, das Nachwachsen der Haare auf dem Kopf. Mehr als die Hälfte der Männer ist davon betroffen. Bei Frauen tritt androgenetische Alopezie seltener auf.

Anzeichen und Symptome

Woran Sie androgenetische Alopezie erkennen und wie es sich bei Männern und Frauen unterscheidet, erklären wir Ihnen in den nächsten Abschnitten, bevor wir Ihnen danach verschiedene Behandlungsmöglichkeiten aufzeigen.

Bei Frauen

Bei Frauen tritt androgenetische Alopezie häufig nach der Menopause auf. Manchmal tritt sie nach Behandlungen gegen Brustkrebs oder Tumoren auch früher auf. In der Regel zeigt sich der Haarausfall bei Frauen am Mittelscheitel oben am Kopf. Die Haare beginnen hier dünner oder lichter zu werden, sodass die Kopfhaut anfängt durchzuschimmern.

In manchen Fällen leiden Frauen zusätzlich an Schmerzen der Kopfhaut. Frauen leiden seelisch oft mehr als Männer unter dem Verlust der Haare. Die Folge kann im schlimmsten Falle Depressionen für die Betroffenen bedeuten. Durch den Haarausfall fühlen sich Frauen nicht mehr weiblich und attraktiv. Dadurch kann ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen beeinträchtigt werden.

Bei Männern

Anders als bei Frauen tritt androgenetische Alopezie bei Männern nicht am Mittelscheitel der Haare auf, sondern oberhalb der Schläfen und am Hinterkopf. Außerdem geht der Haaransatz an der Stirn weiter zurück. Kopfhaut schmerzen treten bei Männern gegenüber Frauen seltener auf. Nur etwa 10 Prozent der Männer klagen über Schmerzen an der Kopfhaut.

Auch bei Männern geht der Verlust der Haare mit negativen Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen einher. Zwar wird mit dem Haarausfall bei Männern oft auch Intelligenz assoziiert, allerdings fühlen sich Männer meist weniger männlich und attraktiv. Die Folge sind Niedergeschlagenheit und ebenfalls Verlust des Selbstwertgefühls. Das kann negative Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben haben und sollte ernst genommen werden.

Androgenetische Alopezie – Die Diagnose

Die Diagnose androgenetische Alopezie kann der Arzt nach einer Untersuchung stellen. Dafür nimmt der Arzt in der Regel eine Blut- und eine Haarprobe. Anhand des Blutbildes kann der Arzt die Ursache für den Haarausfall feststellen. Zudem werden meist auch die Schilddrüse und die Nierenfunktion überprüft. Im Blutbild sieht der Arzt, ob eine Hormonstörung vorliegt. Wichtig ist das Hormon Testosteron. In besonders schweren Fällen kann auch eine Gewebeentnahme notwendig sein. Dabei wird ein kleiner Teil Gewebe am Kopf entnommen und weiter untersucht.

Behandlungsmöglichkeiten

Androgenetische Alopezie BehandlungsmöglichkeitenNach der Diagnose kann gemeinsam mit dem behandelnden Arzt eine geeignete Behandlungsmöglichkeit besprochen werden. Es existieren viele unterschiedliche Methoden, androgenetische Alopezie zu behandeln. Wichtig ist, dass die Behandlung auf Grundlage der Diagnose erfolgt, um die größtmöglichen Erfolgsaussichten zu haben. Im Folgenden stellen wir Ihnen die wichtigsten und bekanntesten Behandlungsmöglichkeiten vor. Wir beginnen mit den auf dem Markt erhältlichen Haarwuchsmitteln.

Haarwuchsmittel

Haarwuchsmittel, um androgenetische Alopezie zu verlangsamen oder aufzuhalten, existieren unter anderem in Form von Tabletten, löslichem Pulver oder Cremes. Erhältlich sind die Produkte in der Apotheke, in der Drogerie und im Onlinehandel. Verschiedene Stoffe sind nachweislich dazu in der Lage, den Haarausfall zu stoppen oder zumindest strak zu verlangsamen. Allerdings hört die Wirkung meist auf, wenn die Haarwuchsmittel wieder abgesetzt werden. Das bedeutet, dass eine langfristige Einnahme nötig ist.

Eigenhaartransplantation

Die Behandlungsmethode der Haartransplantationen gegen androgenetische Alopezie hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und deutlich verbessert. Sahen die Ergebnisse zu Beginn oft künstlich aus, sieht man heute meist keinen Unterschied mehr zur vorherigen Haarpracht. Für die Eigenhaartransplantation werden Haarfollikel (Haarwurzeln) aus dem Hinterkopf auf die gewünschte Stelle verpflanzt. Haare am Hinterkopf neigen nicht dazu, auszufallen, sondern wachsen meist ein Leben lang nach.

Shampoos und Seren

Eine weitere Möglichkeit, die androgenetische Alopezie zu bekämpfen sind spezielle Shampoos und Seren. Mit speziellen Wirkstoffen, wie zum Beispiel Koffein oder Keratin, können sie das Haarwachstum anregen und damit den Haarausfall ausgleichen. Allerdings ist die Wirksamkeit begrenzt, bei weitfortgeschrittenem Haarausfall werden die kahlen Stellen nicht wieder voll nachwachsen. Frühzeitig angefangen können sie die Effekte des Haarausfalls dagegen verlangsamen.

Abschließende Worte

Androgenetische Alopezie kann mit verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten verhindert bzw. rückgängig gemacht werden. Wichtig ist zunächst eine Diagnose durch den Hausarzt oder einem Dermatologen. Denn es existieren mehrere Ursachen, die für den Haarausfall verantwortlich sein können. Danach können Sie gemeinsam mit dem Arzt besprechen welche der Behandlungsmöglichkeiten für Sie infrage kommt und welche Ihr Arzt Ihnen empfiehlt.

Ohne eine Diagnose können Sie die Ursache nicht zielgenau bekämpfen. Haarausfall ist kein Grund mehr, sich schlecht zu fühlen oder weniger attraktiv. Die androgenetische Alopezie kann gut behandelt werden.

VonEduard

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